Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

Seite: 175
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1887/0193
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
175

2. Marmara. Links abgebrochen, vielleicht also unter b gehörig.
Vorn Tischchen. R. bildet den Abschluss ein breiter Streif,
der unten in vier Voluten wie bei Klinen- oder Stuhlbeinen
endigt; davon r. noch bis zum Bruche 0145 frei. Im Felde
unter der Darstellung der Rest einer grossen schräggestellten
Palmette in flachem Relief erhalten. H. noch 0'50, L. 0*44.

3. Vor dem Magazin des Herrn Nik. Dellagrammati. Unter der
Kline Schemel mit. zwei Tierbeinen. H. O80, L. 054.

EYOAiArtANKAEiTHs Eüobia navKXeiTnc".

= 'AGnvmov V S. 46 n. 66.

Nur kurz erwähnt seien noch: Eine unten abgebrochene
Stele (H. 0*38) bei Barozzi mit einer männlichen Gewandfigur im
!>Typus". — Eine andere, ganz rohe, bei Herrn Alex. Damias,
oben gebrochen (H. noch 048): 1. Mann von vorn, im Himation
(Brust und Kopf fehlen), auf der L. ein offenes Kästchen (?), r. ein
kleiner Diener aufblickend, die R. am Kinn. Darunter umrahmen
zwei concentrische Kreise ein nach Angabe des Besitzers inschrift-
loses Feld (ich sah es verschmiert). — Ein schlanker Pfeiler (H. 103,
L- 0 26, D. 0 28) in der Werkstatt der Marmorunternehmung trägt
m der Mitte in eingetieftem Feld die Darstellung eines Mannes im
»Typus", 1. steht der kleine Sklave schlafend. —r Von Herrn Zoras,
Leiter der Marmorbrüche bei H. Minas, wurde mir das Fragment
einer Stele mit einer sitzenden Frau wie auf dem Sarkophage C,
Nr. 5 (Taf. IX) gezeigt; Kopf, r. Hand, Stuhlbeine, wie Alles von
der Mitte der Oberschenkel ab fehlen. L. Rand; H. noch 0*17.

Hieher gehört wol auch ein Relief im Hause Vatimbela
(H. 0-60, L. 0-30), bei dem man, ganz übertüncht wie es ist,
zweifeln könnte, ob es archaisch oder spät sei. L. auf Klappstuhl
Hit Schemel eine bekleidete Figur nach r., in den vorgestreckten
Händen anscheinend etwas haltend; eine kleinere r. dürfte den
stehend schlafenden Sklaven vorstellensu).

Wahrscheinlich sepulcrale Verwendung hatte auch ein Relief-
h'agment mit zwei erhobenen Händen bei Anast. Karamagas (H. 0"27);
auf einem anderen, bei Dim. Murlas (H. 0"18), ist nur eine er-

80) Anscheinend dasselbe Relief beschreibt Thiersch, Abh, d. bair. Akad.
!835 S. 639 f.
loading ...