Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 11.1887

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Umrissen seicht eingezeichneten, fast identischen Pinien mit der
sich daran hinaufringelnden Schlange, wol der Ersatz für eigent-
liche Keliefbilder.

CH ßou\ri<i> CH ßou\f|<i>

Kai Kai
6 bfjjuo^ 6 bfjuoc;

K-rnciuevriv MvncneTrriv

TTapueviuuvoc;. 5 KTncnuevouq.

In jedem Falle können die einzelnen Reliefs und Inschriften, nach
der ziemlich gleichartigen Ausführung der Ersteren, sowie der Ueber'
einstimmung in der Form der Buchstaben und Kränze zu schliessen,
zeitlich nicht weit von einander abliegen. Die Entstehung dieses
wie der anderen Sarkophage wird man etwa innerhalb der zwei
Jahrhunderte um Christi Geburt ansetzen dürfen91).

An der linken Schmalseite befindet sich noch ein Relief mit
der oben S. 174 unter b aufgeführten Darstellung. Darunter in
einem Kranz, ganz undeutlich:

kaamni KaMivi-

Y 11 IT \H [Km?. . .]

UUK6 (?) ......

Sarkophag B (Taf. VIII). H. 0-775, L. 189, D. 0-93. —
1) In einer Aedicula, deren oberster Balken beiderseits wie bei
Holzconstruction unten einen viereckigen Ausschnitt zeigt9'2), steht
Apollonios im Himation, wie im Gespräch mit dem kleinen Sklaven
rechts. — 2) Bild des oben S. 172 erwähnten Typus. Unter dem
Stuhl Korb (oder Vase?). — 3) Figur im Himation, in der erhobenen
R. etwa Lanze (dann nur die Spitze plastisch angegeben), die L.
vor der Brust. — 4) Doppelt bekleidete, anscheinend weibliche
Figur, beide Arme gesenkt. — Oben bei 3 spitzer, bei 4 runder
Giebel, im Feld beidemal Rosette.

31) Müssiges Iota steht in 0£Ofl|nr|, ßou\n, ripiiiuuv (vgl. Ritschl, opuscula 1
S. 782). S. auch B, Nr. 2.

93) Um und in eine ähnliehe Aedicula ist auch die Inschrift Krispis, MouaeTov
II 2. 3 S. 4 n. por|', Olympios, 'A6r)vaiov V S. 29 n. 16 verteilt. Des Letzteren
Tafel gibt die Form nicht genau: der vorspringende Unterbau hat zwei Stufen, die
Säulen eine Basis in Gestalt eines einfachen Wulstes und ein ausgeschnittenes
Kapital, der Epistylbalken eine Art Kyma. ,
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