Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 12.1888

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IX (= Kenner XV). Ganze Barre, im Pester Museum.
Gew. 339 Gr.; 1. 16 Cm., br. 1'6 Cm., h. 0-6 Cm.

1 4a 5 a

X (= Tafel II). Ganze Barre, in Wien im Privatbesitz.
Gew. 520-46 Gr.; 1. 16-65 Cm., br. 2-3 Cm., h. 0-9 Cm.

1 4 a 5 a

Von dieser Barre existirt ein galvanoplastischer Abdruck.

XI (= Kenner XIV). Ganze Barre, im Besitze der Gräfin
Mikes. Gew. 372 Gr.; 1. 16-5 Cm., br. 2 Cm., h. 0'9 Cm.

1 1 4a 5a

XII (= Kenner XVII). Verstümmelte Barre, in Kronstadt
beim Gerichtshof. Gew. 524 Gr.; 1. 13-6 Cm.

1 4a j

Die Bruchfläche rechts ist frisch. Auch die geringe Länge weist
auf die Lostrennung eines Stückes von beträchtlicher Grösse hin.
Es fehlt ohne Zweifel der Stämpel 5 a. Vgl. Barre XIII.

XIII (= Kenner VIII -f- XI [sie]). Verstümmelte Barre, in
Kronstadt beim Gerichtshof.

a (K. VIII) Gew. 134-75 Gr., 1. 5-5 Cm.; b (K. XI) Gew.
100-70 Gr., I. 4 Cm.

a) ■ b)
1 | | 4a |

Folgende Erwägung sichert die Zusammengehörigkeit beider Frag-
mente. Der Goldwechsler in Kronstadt lieferte die Fragmente von
sechs Barren dem Gerichte ab. Von diesen lassen sich zwei (V
und VIII) vollständig zusammensetzen. Das Stück, welches von
XII abgeschnitten ist, muss, nach der Analogie zu schliessen, den
Stämpel 5 a getragen haben. Dieser findet sich aber auf keinem
der fünf Bruchstücke, welche ich zu den Barren VI und XIII ver-
bunden habe. Wer meint, die Analogie verwerfen zu können, wird
doch keines der Bruchstücke zur Ergänzung der Barre XII ver-
wenden dürfen, da die Höhe dieser Barre von der Höhe des Bruch-
stückes zu sehr abweicht. Aber auch die Barre IV kann durch
keines dieser fünf Bruchstücke ergänzt werden. Durch Via -|- b
nicht, weil die Barre zu lang würde (24 Cm.), durch VIc und
XIIIa nicht, weil beide den Stämpel Nr. 1 tragen. Dieser findet
sich bereits einmal auf Barre IV. Allen Barren der ersten Reihe
ist aber der Stämpel Nr. 1 nur einmal aufgedrückt. Auch XIII &
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