Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 12.1888

Seite: 77
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Wachsmuth's Auseinandersetzung über die baveitfTCu a. a. 0. S. 294
bestätigt.

Z. 8. In dem analogen Passus der Urkunde des Praxikles
(Z. 9) hatte Wachsmuth UTrdpx[ovxa] gegen Kumanudis' urtdpx[eiv]
hergestellt. Hier erfordern die Raumverhältnisse und die erhaltenen
Reste noch die Einfügung von xpn,u]aTaj wodurch auch urrapxovxa
gestützt wird.

Wien, 1888 EMIL SZANTO

Eine Inschrift aus Lagina

Unter den Inschriften aus Lagina, welche die Herren Charles
Diehl und Georges Cousin im Jahrgange 1887 des Bull, de corr.
hell, veröffentlichten, erregt n. 70 (p. 160) besonderes Interesse.
Die monotone Form der Priesterlisten ist hier durch ein Gedicht
ersetz!, das schon um seiner Diction willen Beachtung verdient.

Die Inschrift ist auf einem 1'42 m. breiten, 0'61 m. hohen, 0'45 m.
dicken Marmorquader eingegraben, der den Ruinen des Hekate-
tempels angehört. Rechts von dem Epigramm sind auf demselben
Steine noch mehrere grössere Buchstaben von einer zweiten In-
schrift ersichtlich. Die Inschriftfläche war mit Kalk überzogen
und wurde erst unter Anwendung von Säuren einigermassen lesbar.

In der französischen Veröffentlichung sind Abschriften der
beiden Herausgeber mit einer ihnen übergebenen Abschrift Benn-
dorfs verbunden worden, ohne diese Quellen zu scheiden. Zu der
Lesung Benndorfs:

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