Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 12.1888

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unten gekehrt; der aus der Mauer hervorragende r. Rand war ab-
geschlagen worden. Herausgegeben von Re"csey, 'Pesti Naplo' 1888
n. 167; Pruzsinszky, 'Oedenburger Zeitung' 1888 n. 119; Bella im
'Arch. Ertesitö' 1888, 235. Die Inschrift (096 X 0-58) befindet
sich in einem Feld, das von einer breiten (O'IO) oberen und einer
1. (OOS) Seitenleiste (die r. ist wie gesagt verloren) umrahmt ist.
Dai-über die Brustbilder 1. eines Mädchens, rechts das grössere
einer Frau, beide mit einer Halskette geziert:

ATEBLA • L •

attieni • rvfi-i /
l1b ■ an-xlv -HyS-eJ

s c a rbantilla'

5 l-attieni-ser-an-vi
h s e

fIlI- et- fIliae
posvervnt

Z. 1 Ende. Den Punkt habe ich nur aus dem Abklatsche
notirt. Z. 2 zu Ende dürfte ?, nicht x gestanden haben, und dann
doch wohl gleich centurionis.

2. C. I. L. 3, 4234 und 4243 (zu Anfang von Z. 1. 5. 6 Punkte,
wie überall in dieser Inschrift, Z. 9 ausgenommen, dreieckig; Z. 7

PRISTlNAM, Z. 8 restitv).

3. Ziegel mit (vor dem Brennen) eingeritzten cursiven Buch-
staben (hart am Rande), die ich lesen möchte: -mbe, vielleicht auf
anderen Ziegeln fortgesetzt.

Im zweiten Gewölbe fand ich:

1. Zwei zusammengehörige Bruchstücke aus ganz feinem bröck-
lichem Sandstein, über deren Herkunft weder der Archivar noch der
Diener mir Näheres mittheilen konnte, a) 116 X 0 20 X 0'055,
b) 0-11 X 0 08 X 0-055.

an *i• xxxv ^iebus (?)

Herr Recsey schickte mir nachträglich hierüber folgende, ihm
zugekommene Notiz : Am 13. October d. J. sei man bei den Vor-
arbeiten zu einem neuen Hausbau in Oedenburg unter anderem auf
einen römischen, raus Steinplatten des Margitaner Nulliporengebildes
gebauten Sarkophag gestossen' (l-50 lang, innen 0'45 breit, 0'50 tief),
derselbe habe das Skelett eines jugendlichen weiblichen Wesens
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