Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 12.1888

Seite: 173
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Von Herrn C. Hollitzer wurden bei den Arbeiten im oberen
Steinbruche an der Donau zwei Bruchstücke von Inschriften ge-
funden, die jetzt hinter dem Museumsgebäude aufbewahrt werden
(10 und 11).

10. Sandstein, breit 0-5, hoch 0'46 M.; der Rand hat eine
Blattverzierung; die Buchstaben in Z. 1 sind 17 Cm. hoch, in
Z. 2 mögen sie ursprünglich 12 Cm. hoch gewesen sein.

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also von fil. und Aug. und zum Namen eines Kaisers gehörig.

11. Sandstein, breit etwa 0*4, hoch 0"5, dick 0-38 M. Rechts
war ein Rand, der weggehauen ist. Die Buchstaben sind 14 Cm.
hoch.

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augenscheinlich [A]ntonini.

12. In der Mauer eines zum Hause n. 15 in der Nähe der
Schule von Deutsch-Altenburg gehörigen Stalles war befindlich ein
Cippus, den Herr Hollitzer vom Eigenthümer erwarb. In der In-
schrift waren die Linien vorgerissen.

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Etwa [d.] m.... [I]ul{iae) ? (A)eli(a)e ... Villi Titus [Fl(avius)] ?
.. tianus \mil{es) ? le]g(ionis) XIIII gieminue) et .., .iä . . . . a [paren-
tes fil{iae) b(ene)] m{erenti).

13. Cippus, der Länge nach in zwei fast gleiche Hälften ge-
brochen, so dass einzelne Buchstaben oder Buchstabentheile ver-
loren sind, hoch 1*79, breit 0'55 -f- 0-6 M. Buchstabenhöhe Z. 1
16-5 Cm., Z. 10 16 Cm., Z. 2 8'5 Cm. War in Petronell in dem
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