Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 12.1888

Seite: 174
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Hofe eines Bauernhauses, links von der Reichsstrasse gegen die
Donau zu, und wurde vom Grafen Otto Traun erworben; jetzt be-
findet er sich im Schlosse Petronell.

D i| M

C- IVL.'C-E-VOL- so
LVCO ■ V DCoNTORvm
VERAjjvS -VET ■
5 LEGXII.'G-D-CCS-
AN • L X i, H - S - E •

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VAL - VIT ALIS •
MVNIC EPS-Ti-HEr.

F 1 C

Für die Siglen am Schlüsse von Z. 5 habe ich keine einiger-
massen wahrscheinliche Lesung gefunden.

d. m, C. Jul(ius) C. [f.] Vol(tinia) Luco Vocontiorum Veranus
vet(eranus) leg{ionis) XII[I]I g(eminae) D. C. C. 3. an(norum) LX,
h(ic) s(itus) e{st); t(est.amento) f(ieri) i{ussif). ■— Val(erius) Vitalis
municeps et Jier(es) /(aciendum) c(uravü).

14. Zwei Bruchstücke aus röthlichem Marmor; a) hoch 17,
breit 10, dick links 5*4, rechts 4-5 Cm.; b) hoch 15, breit 7,
dick links 4, rechts 3*5 Cm.; westlich vom Lager von einem
Bauern gefunden und vom Herrn Landesgerichtsrath Schmidel er-
worben. Dass die Lettern mit den Zeilen kleiner werden, und dass
die Dicke des Steines von links nach rechts abnimmt, gestattet
die ursprüngliche Stellung der beiden Stücke zu einander mit einem
hohen Grad von Sicherheit zu bestimmen, indem danach Z. 1 von
rt und Z. 2 von b zur selben Zeile gehört haben und zwischen
beiden ein Raum für etwa 3—4 Buchstaben gewesen sein wird.
Buchstabenhöhe von Z. 1 6-5 Cm., Z. 2 64 Cm., Z. 3 5-8 Cm.

Möglich oder wahrscheinlich wäre etwa folgende Ergänzung:

......M. A]ur[elius

? Fa]lis[cus] m[il. leg
xm]T g{erainae)....
in der allerdings das Cognomen ganz unsicher ist.

E. BORMANN
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