Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

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Art von Triglyphen, versehen und haben am obern Ende einen
doppelten Polster. Die Zwickel rechts und links vom Bogen
füllen Halb-Palmetten aus. Der Knabe rechts hat linkes Stand-
bein; das rechte übergeschlagen. Er hält mit der Linken eine
brennende Fackel an ihrem Ende, indem er sie vor sich diagonal
nach rechts abwärts kehrt; die Fackel hat unten drei Reifen, in
der Mitte einen schräg nach abwärts umgewundenen Kranz ;
diesen berührt die Rechte. Der Kopf ist nach links geneigt.
Das Relief links ist ganz symmetrisch dazu, nur mehr verwittert
und oben gebrochen.

An diesen Stein ist rechts und links je eine Platte gefügt,
welche an der dem mittleren Steine zugekehrten Seite keine Um-
rahmung besitzt und in der Mitte der oberen Kante ein Dübel-
loch aufweist. Die Relieffelder dieser Platten sind 56 cm br.,
46 cm h. Das Relief rechts zeigt ein gezäumtes und gesatteltes
Pferd nach links, mit beiden rechten Beinen ausschreitend. Dies-
seits der Schulter desselben steht ein Jüngling in Vorderansicht,
r. Standbein, bekleidet mit einer auf der r. Schulter genestelten
Chlamys; die Rechte hält den Zügel des Pferdes, die Linke ein
schwach nach rechts geneigtes Vexillum.

Das links angefügte Relief enthält dieselbe Darstellung im
Gegensinne.

2) C. I. L. III 3992, Sarkophagpiatte mit Relief r. und 1.
von der Inschrift, jetzt in der Hauptfront des Hauses Gliederers
am Quai eingemauert.

Material: Sandstein; Länge 2 m, L. des Inschriftfeldes 94 cm,
Höhe 60 cm, H. des Inschriftfeldes 43 cm, Höhe der Buchstaben
4 cm, leerer Raum unten 23 cm h.

Z. 1 DM in der Höhe der Mitte der Buchstaben von Z. 2
auf dem Rahmen.

Beiderseits in einer Nische je ein nackter Flügelknabe in
Vordersicht. Der links befindliche hat rechtes Standbein, das
linke übergeschlagen; die rechte Hand hält das Ende der rechts
vom Körper auf den Boden gestützten Fackel und dient dem
linken Ellenbogen als Stütze; die linke Hand ist gegen das Ant-
litz erhoben. Der Knabe rechts entspricht im Gegensinn.

3) C. I. L. III 3942. Viereckige Ära aus Sandstein mit Ab-
lauf oben und unten, liegt jetzt im Siseker Bahnhofgarten, allen
atmosphärischen Einflüssen ausgesetzt, weshalb die Buchstaben
kaum noch leserlich sind.

Maße: 1*11 m h., 29 cm tief, oben 54, Mitte 45, Basis 60 cm br.;
Höhe des Inschriftfeldes 62 cm, der Buchstaben 6'5 cm.

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