Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

Seite: 25
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1890/0035
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
25

a) Stadtpark; l • 52 m h, 43 cm br., 58 cm h.? Basishöhe 11 cm,
Kalkstein. Zwischen den gelagerten Löwen ein breiter, bärtiger
Kopf, mit korbartigem Aufsatz. Jeder Löwenkopf hat oben ein
kleines rundes Dübelloch, der Korb ein größeres quadratisches
mit Bleiverguss, wovon nach hinten ein schmälerer Canal bis zur
Kante läuft. Die Rückseite ist nur roh behauen.

b) Stadtpark; ein gleiches Monument, von dem nur der
linke Theil einschließlich der Hinterpranke des rechten Löwen
vorhanden ist. Das Dübelloch auf dem Löwenkopf ist noch mit
Blei vergossen.

c) Stadtpark; 1 • 66 m 1., 45 cm br., 42 cm h., Basishöbe 17 cm;
Marmor. Zwischen den Löwen sitzt auf einem Felsen ein
schlafender Flügelknabe, das linke Bein mit dem Knie bis an
die linke Wange aufgezogen und darauf beide Hände gelegt;
hinter ihm ein Gefäß mit Verschnürung und einem Reif in der
Mitte; oben in der Mitte desselben ein rundes Dübelloch mit
zwei nach rückwärts verlaufenden Canälen.

d) Stadtpark; 1 '52 m 1., 60 cm h.; stark beschädigt, Marmor.
Die sehr breite Mitte war von einer im Profil nach rechts ge-
richteten, in einer Nische auf einem Stuhle sitzenden Figur ein-
genommen; von derselben ist nun alles weggebrochen bis auf
einen Theil des zu den Knien reichenden Gewandes und die
nackten Unterschenkel, deren rechter senkrecht auf dem Boden
aufsteht, während der linke, zurückgezogen, nur mit den Zehen
den Boden berührt.

e) = 1, vor dem Gerichtsgebäude an den beiden Enden
der Rampe die zwei Stücke eines zersägten Löwenmonumentes
aus Marmor, 74 und 68 cm 1. Der Einschnitt geht durch das
linke Auge der Maske (vgl. a). Das Denkmal ist gut erhalten bis auf
das Löwenmaul, welches übrigens fast überall weggebrochen ist,
und den Korb, der bei der Theilung litt. Die Schnauze der Löwen
scheint in zwei besonderen Stücken (Ober- und Unterkiefer) ange-
setzt gewesen zu sein, da noch Dübellöcher sichtbar sind; dagegen
sind oben auf den Löwenköpfen keine Dübellöcher vorhanden.

3) Porträtkopf eines Mannes, aus Marmor, September 1888
heim Straßenbau gefunden, gegenwärtig im Gemeindeamte von
Mitrovica auf ein Postament aufgesetzt.

Der Kopf ist sammt einem Theile des Halses wohl erhalten
bis auf die fehlende Nase und einen Bruch, welcher vom Scheitel
senkrecht abwärts reicht. Gesammthöhe 22 cm, Gesichtlänge 14 cm.

Das bartlose Antlitz hat einen behaglich feisten Aus-
druck, der nahezu schon abstößt; der runde Kopf mit seinen
loading ...