Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

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Überfall bildende Obergewand, welches auf der rechten Schulter
durch eine Fibel zusammengehalten wird, ist in der Mitte durch
einen Gurt befestigt. Kalkstein-Torso eines Mannes 32 cm h.,
16 cm br. an der Brust; der r. anliegende Oberarm und der
1. Arm erhalten • aus dem Ansatz der Oberschenkel erkennt man
das r. Bein als das Standbein.

1) C. I. L. III 1650 add. Marmorinschrift, unten gebrochen,
1 • 83 m h., l'32m br., 34 cm d. Zu beiden Seiten der Inschrift
ist nur die obere Hälfte je einer Säule erhalten. Sämmtliche
Buchstaben mit Ausnahme der 4 letzten in Z. 2 und der 6,
bezw. 7 letzten in Z. 3 sind radiert. Die 3. Zeile ist ebensobreit
wie die 2.; Z. 3 SPECVL-; am Ende von Z. 2, 3, 4 sind Punkte
zu setzen.

Zu der Beschreibung, welche im C. I. L. III p. 1021 von dem
größten ReliefFeld gegeben ist, fügen wir hinzu, dass alle drei
Personen bekleidet sind und die erste eine Kapuze aufgesetzt hat,
welche bei der zweiten im Nacken hängt. Der Vorderste als
Kutscher ballt die linke Faust gegen die Maulthiere. Er sitzt auf
einem Kutschbocke, der zweite auf einem vierbeinigen massiven
Stuhl; der letzte auf einem umgestürzten Korbe (?).

Auf dem darunter befindlichen schmalen Streifen sind vier
Thiere dargestellt, welche sämmtlich mit gehobenen Vorderbeinen
nach rechts springen. Das erste Thier rechts dürfte ein Bär,' das
dritte ein Hase sein; die beiden anderen sind Hunde, deren erster
(von links) den Schweif nach aufwärts gebogen hat.

2) C. I. L. III 1689. Kalksteinblock mit breitem Rahmen
rechts, ringsum gebrochen; 39 cm (Inschriftfeld 19 cm) br., 45 cm h.,
25 cm d.

Erhalten ist jetzt nur noch folgendes Stück:

FRA1

X

5

ÄAI KT
vVREIlA

AMR1 To

3) C. I. L. III 1649 add. Marmorplatte 1 • 74 m h., 90 cm br.,
Inschriftfeld 67 cm h.
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