Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

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Zu beiden Seiten der Inschrift; in der sicher Z. 1 AEL,
Z. 2 V-F- und IVENI zu lesen ist, stehen Säulen.

Darüber befindet sich in einer Nische eine kopflose, ver-
stümmelte Büste.

Unter der Inschrift wird ein nach rechts, diesseits einer Palme,
fliehender Hirsch mit heraushängender Zunge, zu dem ein Wind-
spiel mit Halsband aufspringt, von einem bekleideten Knaben mit
rückwärts flatterndem Mantel zu Pferd verfolgt. Das linke, hoch-
gehobene Bein des kräftig gebauten Pferdes geht in den Schweif-
stumpf des Hirschen über.

4) C. I. L. HI 6297. Material: Sandstein. Maße: 60 X 93 cm.
Das im Corpus als N gedruckte Zeichen ist ).

5) Im einstigen Belgrader Türkenviertel gefunden.
Viereckige Votivara aus Kalkstein, 62 cm h., 39 cm br.,

31 cm d., Inschriftfeld 27 cm h., 26 cm br., Buchstabenhöhe 3"5—
4° 5 cm (letzte Zeile 2 cm); in der Mitte der Stirnseite kleines
Ornament in einem Kreise.

I O M
C-VAL
SEcVN

DINVS

5 L V s

I(ovi) o(ptimo) m(aximo) C. Val(erius) Secundinus l(ibevs)
v(otum) s(olvit).

6) In der Spasovkastraße zu Belgrad gefunden.
Viereckige Sandsteinara, 53 cm h., 26 cm br., 21 cm d.,

Inschriftfeld 21 cm h., 19 cm br., Buchstabenhöhe 5—6 cm, Zeilen-
abstand 2 cm. Oben und unten Gesimse; zwischen den Eckakroterien
im Griebel eine kleine Figur (Adler von vorn mit gespreizten
Flügeln?).

I-O-M
E-O-M-N
L-V-P

Die 2. Zeile enthält jedenfalls die abgekürzte Bezeichnung
der widmenden Person: Fl(avius) 0. M. N. Die letzte Zeile be-
deutet wohl l(ibens) v(otum) jp(osuit).

7) In Belgrad gefunden.

Viereckige Votivara aus Sandstein, 1*27 m h., 66 cm br.,
Ol cm d., Inschriftfeld 62 cm h., 55 cm br.; Buchstabenhöhe 6 cm,
Zeilenabstand 1 cm.
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