Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

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diesjährigen Julihefte des Bull. Dahn. p. 97 mit folgenden Notizen
veröffentlicht. cFramraento importante di lapide, male conservato,
alto 0 75 m, largo nella massima larghezza verso il fondo 0'5 m.

trovato......in giugno a. c. e spedito in dono allo Starinarsko

Kninsko Druztvo dal maestro di Siveric Grgur Urlic-Ivanovic.
Ora si conserva nel convento dei RR. PP. Francescani a Knin.
Der Fundort selbst ist nach Bulic's Nachtrag im Augustheft
S. 116 Vicino l'acqua Bunaraca a Razvodja di Promina\

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Uber den Statthalter L. Volusius Saturninus s. Liebenam
die Legaten u. s. w. S. 154 5. Von den andern Männern, die
bei der Termination beschäftigt sind,, kann ich keinen mit sonst
bekannten identifizieren. Einen Vibullius nennt Tacitus ann. XIII
28 (J. 56) als Prätor. Den Gentilnamen Sueto führen zwei aus
Pisaurum stammende Prätorianer (C. I. L. VI 2379 a III 27 und
2381 a I 14), die in den Jahren 144 und 154 eingetreten waren.
Ersterer erscheint auch mit vier denselben Gentilnamen führenden
Brüdern auf einer bei Borghesi opp. VI p. 110 gedruckten Grab-
schrift aus Pesaro.

Mehrfach berichten uns Inschriftsteine in dem Gebiete von
Corinium und Asseria (E. E. II p. 349) von Terminationen während
der ersten Kaiserzeit. Durch den neuen Fund erscheint nun
auch Promona in dieses Gebiet mit eingezogen. Wie oft die
streitlustigen Gemeinden oder Stämme jener Gegenden den Statt-
haltern Veranlassung gegeben haben, mit ihrem Schiedssprüche
einzugreifen, zeigen besonders die Steine von Corinium. Nach-
dem schon P. Cornelius Dolabella zwischen den Jahren 14 und 18
die Grenzen inter Neditas et Corinienses bestimmt hatte, musste
A. Ducenius Geminus unter Nero wieder einschreiten (cf. M.
IX p. 4 u. C. I. L. III 2883). Und zwischenhinein fällt die
gleiche Thätigkeit des Legaten L. Volusius Saturninus. Abermals
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