Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

Seite: 118
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Stempel sind vertieft und gehören der Legio II Italica an. Ich
wiederhole sie hier nach den Abklatschen und ergänze damit
die Publication von Frankfurter in dieser Zeitschrift (XI S. 77
n. 20, 1. 2. 3), der die Herkunft nicht kannte.

Der eine Ziegel (Frankf. 2) hat den schon aus vielen Exem-
plaren bekannten Stempel (s. C. I. L. III 5757, 1 /—i)

legttita

Der Stempel des zweiten Ziegels (Frankf. 3) ist wohl iden-
tisch mit dem auf einem Ziegel des Joanneums in Graz, der aus
Lotschitsch, also aus der Nähe des Fundorts der neuen Ziegel
stammen soll, und der im Corpus a. a. O. n. 4 so wiedergegeben ist:

£i?<3-7titalicae
q vi N tia n v 2

Man erkennt nämlich

legttital/
qjnti an x

Früher unbekannt scheinen die Stempel oder der Stempel
der drei anderen Ziegel (Frankf. 1). Bei zweien derselben hat
dieselbe Form gedient, doch ist beidemal die Inschrift unvollständig

ltigttit al iC a/ -"^frlTALICAII
POMPIMANy und ^PIMANVa

Bei dem fünften hat eine andere Form gedient, aber mit
denselben Worten; erhalten ist

le gtt italic/

pompeian \y

11) Von Herrn Major Otto Voetter erhielt ich Abschrift
und Abklatsch von einer 55 cm h., 30 cm br. und 20 cm d. Ära,
die in O.-Szöny (Brigetio) gefunden und von ihm erworben war.
Die Inschrift steht auf der Vorderseite, beginnend mit einer Zeile
in dem Obersatz, und auf beiden Nebenseiten:

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