Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

Seite: 160
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D M v A L E

Ni5ANxxxv (
MARCELUNVS

FECITcOMPAR j
5 VI a [

D(is) m(anibus) Valenftijnas an(norum) XXXV. Marcellinus
fecit comjpari fdjJul[ci]'s[simaej'.

12. (= 377.) An der Wand zur Linken des Eintretenden. Die
Schrift deutet auf die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts.

VICTORINVs Victorinus
VEBENIVIVS VeBeni vi(v)us

FECITSIBIET fecit sibi et

SECVNDINE Secundine

5 CONIVGI Y* VL coniugi kafr(issimae)]'.

13. Mitth. der C.-C. XII (1886) S. CLXXIX n. 109, Haidkirchen.
Fragment aus weissem kristallinischen Kalkstein, h. 0*43, br. 0*5,
dick c. 0*15; die Höhe der sehr grossen, schönen und tief eingemeisselten
Buchstaben beträgt Ol. Der Stein ist an dem Filialkirchlein zu Haid-
kirchen (Gemeinde Krasta, Pfarre Kappel am Krappfelde) in der Wand
links vom Eingange unter dem vorspringenden Dache in einer Höhe
von etwa 5 m vom Boden eingemauert und wurde von mir mit Beihilfe
einer Leiter genauer abgeschrieben.

secuN DIN!
7Tber

Ein Rest zu Ende von Z. 2 dürfte von einem Punkte herrühren.

14. Mitth. der C.-C. XIV (1888) S. 206 n. 162. Liegt in der Nähe
des im Baue begriffenen Hauses des Max Wandeinig (Hausname Krall)
zu Eberndorf (Post Treibach, 1j2 Stunde von Hirt entfernt). Buchstaben
aus guter Zeit (Ende des 1. Jahrhunderts), h. Z. 1 Oll, Z. 2 0*095,
Z. 3 0-08, Z. 4 0-07.

T I C L Audi. .
_RVF I ^
II Vi/r
IVLIAP^'

Die in den Mitth. der C.-C. gebotene Copie bietet, aus der gegen-
wärtigen Beschaffenheit des Steines zu schliessen, zu Ende von Z. 1
und 3 wohl nur irrthümlich mehr, als sich heute auf dem Originale
erkennen lässt.

Wien, Herbst 1889 A. v. PREMERSTE1N
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