Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 13.1890

Seite: 186
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F. 66 v: Bei Xernovniza [— Zernovnica]. J'ai grimpe sur le [haut,
getilgt] dos de la cote au pie des rochers pour voir de pres Fendroit
oü on croit que l'ancienne ville de Peguntium7) etait. Je n'y ai trouve
de Romain que quantite de debris de tuiles et de vases anciens et || (f. 67)
un fragment d'Inscription que voici. Elle est en lettres de trois pouces

____O AVG-ET____

SACRVM

Zum Schlüsse sei erwähnt, dass auf einem nach f. 69 eingebun-
denen Notizblatte, zu dem das Doppelblatt hinter f. 58 zu fügen ist,
Fortis über die Hacquetschen Sammlungen und die Inschriften am
Dom in Laibach berichtet; mais je ne me suis pas arrete a les recopier
croiant qu'elles sont dejä publiees.

J. WILH. KUBITSCHEK

Der Einfall der Kostoboker in Griechenland

und die Abfassungszeit der Periegese des Pausanias

Eines der wenigen zeitgenössischen Ereignisse, deren Pausanias
gedenkt, ist der gelegentlich der Beschreibung von Elateia in Phokis
erzählte Einfall der Kostoboker, eines Räubervolkes aus Dakien oder
Sarmatien1) in Griechenland. Bei der Wichtigkeit, welche in Folge
der geringen Zahl solcher Erwähnungen jede einzelne Stelle gewinnt,
haben natürlich auch diese Worte bereits von jeher ihre Beachtung
gefunden. Aber die Chronologie jener Zeiten ist so unsicher, dass,
während die Mehrzahl der Forscher den Raubzug der Kostoboker im
Zusammenhange mit den Germanenkriegen unter der Regierung des
Marcus ansetzte, Schiller (Geschichte der röm. Kaiserzeit I S. 631 A. 8,
vgl. S. 644 A. 7) es für möglich, ja wahrscheinlich halten konnte,
dass derselbe unter Pius stattgefunden habe. Allerdings erledigt sich
diese Ansicht schon aus Pausanias selbst, da dieser von einem olym-
pischen Siege des Mnesibulos Ol. 235 berichtet, andererseits aber erzählt,
dass eben dieser Mnesibulos im Kampfe gegen die Kostoboker gefallen
sei. Immerhin war man über eine allgemeine Zeitbestimmung nicht
hinausgekommen; erst in jüngster Zeit haben fast gleichzeitig zwei

7) IJiyovvnov Ptol. 2, 16, 3 und Plin. 3, 143 Peguntium; vgl. Müller zu Ptol.
a. 0., wo auch die Fundnotizen von C. I. L. 3, 6428 ff. richtig erklärt sind.

*) Vgl. Ptolemaeus III 5, 9; III 8, 3; Ammianus Marcellinus XXII 8, 42;
Plinius n. h. VI 19; Capitolinus v. Marci 22.
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