Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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III. Bölcske nächst Kömlöd (Lussonium).

4. Bruchstück eines Votivaltars aus Kalkstein, gefunden in Bölcske
(an der Donau), jetzt im Besitz des H. L. Nagy in Sz. Andras bei Paks.

S^DIABVS^
IOSALVT /
\////ELICl7

I//A-7-VOI/

5 KUSMJy^

Z. 1 fdijs diabusfquej. -— Das [FJelicifs] in Z. 3 gehört wohl zu
einem Kaisernamen. — Z. 4 wird wohl das Zeichen 7 die Centurie
bezeichnen und darauf der mit Vol. beginnende Name des Centurionen
gefolgt sein.

5. Grabstein aus Kalkstein, dessen Herkunft unbekannt ist. Da
derselbe indes viele Jahre hindurch in Düna Földvar an der Basis der
Dreifaltigkeitssäule eingemauert war, so muss er in der Nähe, entweder
in Kömlöd, oder, was wahrscheinlicher ist, auf der Puszta Baracs in
der Nähe des Römerlagers gefunden worden sein. Jetzt ist er im
Nationalmuseum in Budapest; h. 0-82, br. l'O, d. 0*28.

D M
S EXTIvIVVEN'o

PRIMITIVO
DOMOvAQVIL
5 EIA-AN-XXVII
VLPIA-EPICHARIS
FRATRI v F C v OBM
ERITA-EIVS-F-O

Aus Versehen steht Z. 2 der Vornamen im Genitiv, während die
übrigen Theile des Namens im Dativ stehen. Ebenso ist aus Versehen
das f(aciendum) c(uravit) zweimal gesetzt, Z. 7 und Z. 8.

IV. Duna-Pentele (Intercisa).

6. Kleiner Votivaltar aus Kalkstein, gefunden in Racz Almas;
jetzt in St. Andrae im Besitz des Bezirksrichters St. v. Csanady. Er
stammt wohl aus Duna-Pentele.

EH O • L fe Ro

PATRl

A/R- M
AX i AVS
5 VT-VS/
M-

Deo Libero patri L. Aur(elius) Maximus vet(eranus) v. s. [IJ m.
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