Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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n. 180*, die sich jetzt in Rae Almas befindet, bekannt, sondern auch
aus zahlreichen Ziegeln, die sich in Raczkeve bei Herrn M. Ludaics
befinden und von denen ich Abklatsche besitze. Da die erwähnte
Inschrift n. 180* sich noch in den vierziger Jahren in Adony befand
und erst später nach R. Almas verschleppt wurde, so können wir auch
von unserer Inschrift das Gleiche voraussetzen.

[Mit Benutzung der Vorschläge Prof. Fröhlich's möchte die Inschrift
etwa in folgender Weise herzustellen sein:

signum et ar
qui c o nsistun
■.........tes

am • g e n I • c i v i b r •
t • v e t v s • s q_ v a e • m • v e
t • hs- ■ x • n • fi e ri ■ i vs se KK
. . . iuS . . . dec JV/l a q_- d • c o l • m v r s • s A g r d

5 pr.pann. inf.uet. ^(g-xiifvlm-in - memo r m
? quinquennalit. te\\R iT o Ri • e x • hs- • xxxx-N f ec •

also [signum et arjam Geni(i) civib(us) R(omanis), [qui consistunjt

Vetuss(alinis), quae M. ülp(ius)....... [tesJt(amento sestertium decem

milibus) n(ummum) fieri iusserat.....[ius.....dec(urio)] m(unicipii)

Aq(uincensis), d(ecurio) col(oniae) Murs(ae), sacerd(os) [pr(ovinciae)
Pann(oniae) inf(erioris), vet(eranus) lejcj(ionis) XII Fulm(inatae) in
memori(a)m [quinquennalit(atis) tejrritori(i) ex (sestertium quadraginta
milibus) n(ummum) fec(it).

Bemerkenswerth ist namentlich die Erwähnung des territorium
in der letzten Zeile, denn dass dies Wort hergestellt werden muss ist
zweifellos. In einer oben S. 17 abgedruckten Inschrift erscheint die
Stellung eines quinq(uennalis) territori, und etwas Ähnliches liegt sicher
auch hier vor. Die Persönlichkeit, deren Namen zu Anfang von Z. 4
verloren gegangen ist, hat, während sie als quinquennalis oder vielleicht
als magister das gemeinte Territorium verwaltete, das für dasselbe
durch den letzten Willen eines Verstorbenen bestimmte Heiligthum des
gemeinsamen Genius für das Vierfache der ausgesetzten Summe aus-
geführt. Das territorium wird wohl den in Z. 1 erwähnten römischen
Bürgern gehört haben. E. B.]

12. Sarkophag aus Kalkstein, gefunden in Duna-Pentele im Wein-
garten des Bauern St. Bakos; jetzt in seinem Hofe Nr. 439; h. 0*7,
1. 2*12, br. 1-04 m.

D M
CLiVDIÄ-MONIMOSÄ-
MOr4M-^C- A,GLAVI-^-FIL-QV£
VIX • AN-L • ÄL • I N GE NVILI S

5 W-LEG-n-Ä-C°NIVGIRj?JSSIME
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