Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

Seite: 68
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Vereins v. Alt. Fr. im Rh. L. III p. 111) herausfloss. Nur wenn man solche
Wasserleitungen nicht anlegen konnte, wird man sich begnügt haben,
das Wasser in Gefäßen zu holen (cf. Porphyr, de antro nymph. c. 17
Trapd tuj MiGpa 6 Kpaxrip dvii xfjs TTnYfjc; TeiaKTai). Unsere Weihung
ist das erste inschriftliche Zeugniss einer Quellenverehrung in dem
Mithrascultus." 5) Es ist demnach wohl anzunehmen, dass Wasser aus
der römischen Wasserleitung eingeleitet wurde, deren Pfeiler zum Theil
noch erhalten sind.

47. Bruchstück eines Votivaltars aus Kalkstein, gefanden in Alt-
Ofen auf der Schiffwerftsinsel, jetzt unter Nr. 1886, 99/12 im National-
museum in Budapest; h. 0*48, br. 0'35, d. 0*29 m,

S I LVAr-
AfTIGLC

/
o

48. Votivaltar aus Kalkstein, gefunden in Alt-Ofen zugleich mit
n. 25. 26 ff.; befindet sich jetzt in der Kremplmühle; h. 1*05, br. 045,
d. 0*33 m.

V R BI R O JVE
L- CASSIVS
MARCELU
NVS•LEG-
5 AVG-PR-PR-
COS • DES/

Herausgegeben von Val. Kuzsinszky Arch. Ertesitö IX p. 400.

49. Unterer Theil eines Votivaltars aus Sandstein, gefunden in Alt-
Ofen, jetzt im Nationalmuseum in Budapest; h. 0*5, br. 0-33, d. 0*22 m.

n i n Tkit

MIL LEGXGE
V S L M

Über den Aufenthalt der Legio X gemina in Aquincum vgl.
unten n. 64.

50. Unterer Theil eines Votivaltars, gefunden in Alt-Ofen, jetzt
im Nationalmuseum in Budapest; h. 0*7, br. 0'7, d. 0*39 m.

5) In dem städtischen Museum zu Bologna sah ich kürzlich ein aus der alten
Universitätssammlung stammendes kleines Relief aus Marmor, dessen Mitte von dem
jugendlichen Fackelträger eingenommen ist, während links oben eine Mondsichel,
unten ein Stierkopf zu sehen sind und zwischen beiden die Darstellung einer Quelle,
Gefäß mit herausfließendem Wasser. E. B.
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