Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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//I/////////AVGIii\ p. Chr. 279
TSPATE RN O • IT-GS-I

Die Inschrift bietet ein neues Beispiel für die Tilgung des Namens
des Kaisers Probus; vgl. C. I. L. II 3738; VIII 100. 1353; X 3728.

51. Flaches Bruchstück aus Kalkstein, gefunden mit n. 32 auf der
Südseite des Blocksberges, jetzt im Nationalmuseum in Budapest. —
Die beiden beschriebenen Seiten bilden einen rechten Winkel; h. 0'12,
br. 0-36, d. 0-24 m.

. . .]% sacmm T(itus) C . . . .

52. Votivaltar aus Kalkstein, gefunden in Alt-Ofen auf der Schiff-
werftsinsel, jetzt unter Nr. 15/1882 im Nationalmuseum in Budapest;
h. 0-7, br. 0'66? d. 0*34 m.

S\F TRIVS-SABINVS
LEG- AVG • PR- PR-
PROV-PANN-INF-
5 DE VOTI S SIMVS-
NVMINI- E I V S

Suetrius Sabinus war Legat von Pannonien im J. 217, als Caracalla
getödtet wurde, wie wir aus Dio 78, 13 wissen. Aus der Zeit seiner
Statthalterschaft waren schon früher bekannt Dedicationen von ihm
C. I. L. III 3428. 3429; Eph. epigr. II n. 677.

53. Der Form nach ein Votivaltar aus Kalkstein; gefunden wurde
dieser mit zehn anderen, darunter zwei, die dieselbe Inschrift tragen
(unten n. 54. 55) in Alt-Ofen in der Kasernengasse bei einem Kanalbau.
Sämmtliche Steine lagen in einer Tiefe von 1*5 m paarweise der
Länge nach mit den Inschriften nach innen gekehrt, als Fundament
einer längeren Mauer, deren Spuren sich noch weiter verfolgen ließen.
Die Gesimse aller dieser Altäre sind abgemeisselt, offenbar damit man
sie bequemer in die Mauer einfügen konnte. Es ist daher möglich,
dass der obere Theil unserer Inschrift, etwa I. O. M. oder etwas
ähnliches, verloren gegangen ist.
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