Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

Seite: 82
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die Inschrift fällt demnach vor die Zeit, in der Siscia durch Septimius
Severus den Namen Septimia erhielt.

Die legio XIIII gem. hatte bekanntlich ihr Standquartier in
Oarnuntum, eine vexillatio derselben war aber eine Zeit lang auch in
Brigetio. Dies beweist nicht nur diese Inschrift, sondern auch ein

Ziegel aus ö-Szöny mit dem Stempel: J/-L- xiiii • et • XV, von dem

ich einen Abklatsch besitze.

85. Grabdenkmal aus Kalkstein, gefunden mit n. 84 und ebendort
befindlich. Der obere Theil ist abgebrochen; h. 0*86, br. 1, d. 0*27 m.

domo • arch ela
felici • an • xl •
sorania-agatie ■
5 con • b • m • f •

[JD(is) m(anibus)] T(ito) Soranio T(iti) [f(ilio)] domo Archela(ide)
Felici cet. — Unter Archelais ist wohl das in Cappadocien gelegene,
das von Claudius zur Colonie gemacht war (Plinius n. h. 6, 8) zu . ver-
stehen ; denn der gleichnamige Ort in Palaestina (Kduuri bei Josephus
antiq. 17, 13, 1) hat anscheinend kein Stadtrecht gehabt.

86. Grabdenkmal aus Kalkstein, gefunden in O-Szöny auf dem
Gute des Herrn Adam-Eberling, jetzt ebendort. Oberhalb der Inschrift
sind drei protomae, unter diesen rechts und links je eine Säule, zwischen
diesen eine Rosette in einem Kranz.

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D. m. M. Ulpi[us M] fil. Lfonginusf] anfn(orum)] . . . h(ic) s(itus)
e(st). M. Ulp[ius M. fil.] Thad . . . jpatefr fil(io) et] s(ibi).

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87. Defecter Grabstein aus Kalkstein, gefunden in O-Szöny, jetzt
im Nationalmuseum in Budapest; h. 0*8, br. 0*45, d. 0*45 m.

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