Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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12. Fragment aus hartem grauen Kalk, h. 0*39, br. 0*41; die
Höhe der großen, guten, stark abgenützten Buchstaben ist Z. 1 0*115.
Das Bruchstück liegt vor dem Schlosse zu Treffen in der Reihe von
Pfastersteinen links von dem Straßenkörper der Auffahrt, etwa zwölf
Schritte vom Thore entfernt.

13. Fragment einer kleinen Ära aus hartem grauen Kalkstein,
h. 0*335, dick 0*23; das Gesims ist h. 0*1, br. 0*38*. das von dem-
selben überragte Inschriftfeld ist h. 0*235, br.. 0*345; die Höhe der
guten Buchstaben, welche auf die Mitte des zweiten Jahrhunderts weisen,
beträgt Z. 1 0*075, Z. 2 0*07. Der Stein liegt zu Walitschendorf
(Valicna vas, in der Nähe der Gurk gegenüber St. Michael bei Seisen-
berg) auf der Friedhofsmauer der Filialkirche St. Martini an der
Außenseite gleich links von dem Eingange, welcher der Kirchenthüre
gegenüberliegt.

Der Rest zu Beginn von Z. 3 rührt von einem P, B oder R,
nicht etwa von einem D her.

14. C. I. L. III 4617 (vgl. Alfons Müllner, Emona S. 276 n. 155).

Cylindrischer Meilenstein aus hartem grauen Kalk, oben abgebrochen,
hoch 1*25 über dem Niveau des Bodens; die Schrift reicht von oben
bis zur Höhe von 0*64 über dem Boden; die Höhe der vielfach
beschädigten Buchstaben beträgt Z. 2 0*06, Z. 3 0*055, Z. 4—8 0*05,
Z. 9 0*032. Der Stein befindet sich jetzt zu Groß-Kürbisdorf (Velika
Bucna vas, nächst Rudolfswerth) bei dem Hause des Anton Berlic Nr. 28
am Wege als Träger an einem hölzernen Wirtschaftsgebäude. Sicher
zu erkennen ist folgendes:

I O M

I(ovi) o(jpti'mo) m(aximo). G(aius) Vib(ius)

5

AE • M • AVK i
VS • PIVS • AV
IESsIIII-RJ^

///////////////////

VIAS-E^ON

I/CONR.VPT

IITVE RVNT

c.llc^n elegavc

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