Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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Die Spuren in Z. 1 führen auf ein [C] O S ■ II ■ PRO [CO S • P-P-].
— Z. 2 zu Anfang steht ein deutliches A E; es stand also ehedem da
IMP-CAE-, nicht IMP-CAES-.

Unter Heranziehung von C. I. L. III 4622, welches schon Mommsen
zu seiner Restitution des Denkmals verwendet hat, und mit genauer
Erwägung der Raumverhältnisse lässt sich folgende auch hinsichtlich
der Zeilenabtheilung hinlänglich wahrscheinliche Wiederherstellung der
Inschrift vorschlagen:

II III III II II Hill IIIIIIIIC OS-II.PRÖCOS
P-P-ET-IMP-CAE-M - AVRELI
VS-ANTONINVS-PIVS-AVG-FE
LIX-TRIB-POTE S- IUI - PRO COS
5 ET j), septimiusgeta
■c a e s a r VIAS- ET-PONTES

VETVSTATE - C O N RVPTAS
RESTITVERVNT

CVRANTE • FABIO- C I L O N E • LE G • AVG'PR-PR

15. Eph. epigr. IV S. 137 n. 470; A. Müllner, Emona S. 325
n. 267. Cippus mit Reliefschmuck aus grauem Kalkstein; das von
einem Rande umgebene Inschriftfeld ist größtenteils abgearbeitet; die
rohe Ausführung des Reliefs und die ungelenken Formen der Schrift
weisen das Denkmal dem dritten Jahrhundert zu. Eingemauert im
Schlossgarten zu Gradac bei Tschernembl gleich links vom Eingange
an einer Hausmauer neben der Inschrift des Sex. Caes(ius) Provincialis
(Eph. epigr. IV S. 137 n. 469, Müllner a. a. 0. S. 324 n. 266).

Auf Z. 6 dürften noch zwei bis drei Zeilen Inschrift gefolgt sein.

16. Großer Cippus aus graugelbem Kalkstein, unten abgebrochen,
h. 1-35, br. zwischen 0*54 und 0*59. Über dem Inschriftfelde befindet
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