Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

Seite: 96
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1891/0102
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
96

fA D I NAE

^ /////'

Die Spuren, vor welchen nach dem vorhandenen Räume noch
3 bis 4 Buchstaben [etwa I(ovi) o(ptimo) m(aximo)?] gestanden haben
mögen, passen entschieden besser zu einem DlNAE als zu DIANE.

18. Bruchstück einer Platte aus grauem Kalkstein, h. 0*34, br. 0*73,
dick etwa 0*245; das von einem Rande umgebene Inschriftfeld ist
h. 0*27, br. 0*415; die Höhe der roh gearbeiteten Buchstaben, deren
Form auf die Mitte des dritten Jahrhunderts deutet, ist Z. 1 0*065, Z. 2
0*063, Z. 3 0-05. Das Fragment ist an der augenblicklich aufgelassenen
Filialkirche zum heiligen (reist in Tschernembl als erste Stufe der
Thurmstiege verwendet und wird unten rechts theilweise von einer
darüberliegenden hölzernen Stufe verdeckt.

D(is) m(anibus). C(orneliof) Iu(v)en[a]li et....

19. Fragment einer Ära aus Kalkstein, h. 0*605, br. 0*37, dick
0*33* oberhalb des 0*31 hohen und 0*19 breiten Inschriftfeldes ist noch
der Rand in der Breite von 0*295 erhalten, ebenso auch rechts von
demselben, wo er 0*18 breit ist und eine zierlich ausgeführte Blüthen-
ranke in Relief trägt. Die Höhe der sehr stark abgenützten Buch-
staben, die aus guter Zeit stammen dürften, ist ungefähr 0*045. Das
sehr übel zugerichtete, ganz angerußte Fragment ist zu Loka bei
Tschernembl im Hause der Anna Schweiger Nr. 10 als Stütze in den
Herd verbaut; unter dem Herde ist ein zweites Bruchstück vermauert,
welches, nach dem darauf allein noch sichtbaren Rankenornamente zu
schließen, einst demselben Denkmale angehörte.

JlfVNAf
4ASYÖ.//V
W// v MM IUI

EXVO ////

Die nur durch Punktierung angedeuteten Striche sind bloß auf
dem Abklatsche und der Durchreibung einigermaßen zu constatieren.
Z. 1 etwa [Fort]unae\ Z. 2 [pro sal(ute) su]a suo[r]u[mque]' * Z. 4 [e]x
vo[to]\ für Z. 5 ff. ist die Ergänzung [Q. Servae]o Inn[o\\cente M. Maecio
Gelere cos.] (Jahr 101 • vgl. Klein Fasti consulares S. 53) nicht ganz
unwahrscheinlich.
loading ...