Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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Z. 5 ist zwischen H und E , Z. 4 zwischen N T und X eine un-
ebene Stelle im Stein, mit der, wie der Text der Inschrift zeigt, bereits
der antike Steinmetz rechnen musste.

5. Ebenda. Grabstein, 1*5 X 098 X 0*34, Schriftfläche 0*69 X 0-81.
Die Oberfläche war in den unteren Partien des Steines mit hartem
Kalküberzug bedeckt, den ich in Z. 5 und 6 theilweise entfernte;
sobald der größere Theil von Z. 6 klar lag, ließ ich von der mühsamen
und zeitraubenden Arbeit ab, die einige Knaben nach meinem Fort-
gehen eifrig fortsetzten. Buchstaben gut, aber theilweise abgerieben.

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/OLVCANIO*FLA\
J F ESTO'SI SC' MI L
f i, E G XIIII' OST IPXXII1
5 M'VLP'VICTOp' PV

C i NAT* I EG » E I \--*)

! H E R E S ———--*)

)

*\ noch mit Kalk
überzogen

Difs manibiis] C. Lucanio Flav(ia) Festo Sisc(ia), mil. leg. XIlll
[g(em.)], stip(endiis) XXII, M. Ulp(ius) Victor fbjucinat(or) fljeg.
eiufsdemj heres [fac(iei dum) cur(avit)].

Z. 4 die Lesung C* (statt G-t) und Z. 6 1EG (statt LEG) ist
durch den gegenwärtigen Zustand der stark abgescheuerten Oberfläche
bedingt. — Z. 1 ist der zweite Buchstabe fraglich.

6. In der Sammlung der Benedictiner in Komorn.

a) Fragment einer Platte (0*39 X 0*31 X 0*06) mit sehr schönen
Buchstaben f0*07 h.).

r'v ö —

R< E T«
CVRt

a

a Vase?

b) Reich verzierte Ära aus porösem Steine, 0*88 X 0*51 X 0*42.

I O M
S A C R
L'ALBVCIVS T
T C L AVD'

5 ALBVCIANVS''
MISEN OtV ' LEGrT'
AD PF

Über die Zugehörigkeit von Misenum zur Tribus Claudia vgl.
mein Imperium Rom. trib. discr. S. 24 und 266.
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