Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 14.1891

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Z. 4. Vor c(onductorum) jp(ortorii) p(ublici) fehlt wohl nichts. —
Dieselben Namen auch C. I. L. III 7434.

3. Berkovica. Im Hause des Burgbauers eine Marmorplatte,
0*45 h.j 0*46 br., mit einem Basrelief: Silvan, in der L. einen kleinen
Zweig, in der B. einen Hund haltend, und eine Nymphe darstellend •
zwischen den Beiden die Inschrift:

SILVA
N O • ET
S I LVEST
RI S-IVLI
5 A N V S
CXXAME

Zu Z. 6 bemerkt der Herausgeber: „Die letzte Zeile unklar."
Man erwartet eine Weiheformel.

4. Ebenda. In der dreiclassigen Gemeindeschule eine Marmorplatte,
0*35 h., 0'24 br. Auf derselben in lebhafter und schöner Ausführung
Zeus mit Adler und Blitzstrahlbündel. Uber der Figur die Inschrift:

AIIZBE AGIO YPA Ali Zße\Gioupö(w)

MOKAHOPII AQPON MoKoniopi^ büupov

Vgl. Dumont Les inscriptions et mon. figur. de la Thrace n. 72 a
All ZBEAIOYPAQ. In Zße\aoöp&os, ZßeXGoupöo^ hat man doch
wohl eine thrakische Gottheit zu erkennen. —- Der Name Mucapor ist
in diesen Gegenden nicht selten; vgl. Supplem. zu C. I. L. III n. 74.
— Bei Kanitz Donaubulgarien II S. 217 findet sich eine Beschreibung
und Zeichnung des Reliefs und eine etwas abweichende Lesung der
darüber stehenden Inschrift.

5. Ebenda. Im Hause des Mol Jussuf Mehmed ein sehr beschä-
digter Marmorstein, 1*5 h., 0*53 br., der von dem fünf Stunden nördl.
von Berkovica liegenden Dorfe Loposna stammt.

IOSVII/
D I L V S I V N /
CENTET BA/

//cos////

6. Im Dorfe Dolna Verenica, 0*43 h., 0*32 br., mit einer
Vertiefung zur Aufnahme eines Reliefs.

S A / V R N
N V S C E /
T V R I L /
GIONARIV
5 E X V O T O

Sa[t]urn[i]nus cefnjturifoj l[e]gionariu(s) ex voto.
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