Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

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Bemerkungen zu griechischen Inschriften

i.

Die Inschrift, welche ich nachstehend mittheile, ist bereits von
P. Foucart im Bull, de cc-rr. hell. XI S. 144 und von A. Kirchhoff
nach Lollings Abschrift in den Sitzungsberichten der Berliner Akademie
1887 S. 1186 IV 5 herausgegeben worden. Von dem Relief, das einst
die Stele gekrönt hat, ist nur ein ganz geringfügiger Rest, zwei Füße
mit Sandalen, zu einer sitzenden Gestalt gehörig, erhalten.

Z. 4 XEAQNIQNOEOr Bölling.

Foucart hat die Inschrift folgendermaßen ergänzt:

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Kai Ä9nva[iuuv

"EJÖoHev rfji ßoXfji [xai Tun ön,uuu
i • Ä]xe\uuviuuv Oeof[vr)TO efP01!11!11

5 drreu]ev, EußoMör|[c; rjpxe.....

eTreöTa]Te, f~va6io[c; eine.....

......Ä]0nv[cu........

Dieser Herstellungsversuch unterliegt schweren Bedenken. Erstens
vermisst man den Namen der Prytanie, unter welcher der Beschluss
zu Stande gekommen ist. Zweitens erscheint dem Namen des Schreibers
bloß der Vatersname, nicht auch das Demotikon beigegeben, entgegen
einer Regel; gegen welche freilich in gleicher Weise auch in den
Inschriften C. I. A. I 40 und II 181 verstoßen ist (vgl. v. Härtel,

Archäologiscli-epigrapliische Mittlieil. XV

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