Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

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7. Im Hofe des Museums; oben ist ein Theil des gegliederten
Randes erhalten; h. 0*25, br. 0*22, d. 0*21; rohe Buchstaben:

\in^TR/o

Die erstgenannten Palpellii scheinen, wie auch Mommsen zu C.
L L. V 540 (Triest) bemerkt hat, in einem verwandtschaftlichen Ver-
hältnis zu einander gestanden zu haben, und zwar in der Weise, dass
P. Palpellius P. f. Maec. Clodius Quirinalis der leibliche Sohn des
P. Clodius Quirinalis mil. leg. XV Apol. (C. V 540) und Adoptivsohn
eines P. Palpellius war, des leiblichen Vaters des Statthalters von
Pannonien Sex. Palpellius P. f. Vel. Hister. Und das Vorkommen
des gleichen Cognomens Hister bei Leuten so verschiedenen Standes,
bei dem Consular Sex. Palpellius Hister und dem gleichnamigen mil(es)
leg(ionis) IUI Flav(iae) und des Praenomens Sextus bei beiden und
dem Vater des letztgenannten mit dem Cognomen Regulus erklärt sich
vielleicht durch die Annahme, dass Regulus durch seinen vornehmen
Landsmann (etwa während einer uns nicht genauer bekannten Amts-
stellung desselben) zum Behufe seines Eintrittes in den Legionsdienst
das römische Bürgerrecht erhalten habe.

8. Cylinderförmiger Stein, dessen hintere Fläche abgeschnitten ist,
Kalkstein, h. 0*80, Durchmesser 0*33.

C-LEiT-öVS

Bezüglich C und R ist eine Nachvergleichung nöthig, wir glauben
beide im Abklatsche wahrzunehmen.

9. Kalksteinfragment, h. 0*28, br. 0*33, d. 0*3; schöne 0*12 große
Buchstaben.

ND.)

--JT1 T Aj

10. Fragment aus Marmor, h. 0*145, br. 0*16; schöne 0*07 hohe
Buchstaben.

11. Bruchstück einer umrahmten Platte aus Kalkstein, h. 0*2,
br. 0*29, d. 0*06; rohe ungleich hohe Buchstaben.

sepwLCRVMCO
f/I/VPAcERESIT

Z. 3 resit

= re(ces)sit oder re(quie)s(c)it?
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