Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

Seite: 78
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neuen Staatsmuseum der Diocletiansthermen. Der Güte des Herrn
Dr. Dante Vaglieri verdankt das Seminar einen trefflich gelungenen
Abklatsch der Inschrift, welcher der beigefügten Zinkotypie zu Grunde
liegt, dessen Nachvergleichung einige auch für die Interpretation nicht
unwesentliche Ergebnisse lieferte. Ich gehe in der Reihenfolge des
Textes vor, von welchem ich weiter unten eine Umschrift sammt
Ergänzung gebe.

Bei der Vergleichung des Abklatsches stellte sich heraus, dass
Z. 1, welche blos den Namen Mercurio enthält, erst nachträglich in
minder sorgfältiger und weit seichterer Schrift hinzugefügt worden ist;
auch die Entfernung zwischen Z. 1 und 2 (etwa 0*009 m) ist daher
merklich geringer als der sonst festgehaltene Zeilenabstand (durch-
schnittlich 0-012 m). An der Spitze der Inschrift stand also ursprüng-
lich Z. 2 mit [AJeterno deo IofviJ, welche Worte sich als erste Zeile
auch durch größere Schrift (h. 0*023) von dem Folgenden unterscheiden
sollten (Z. 3 h. 0-017, Z. 4 ff. 0*015, Z. 11 ff. 0-013; die zugefügte Z. 1
h. 0*016); die Reihe der Gottheiten eröffnete der höchste Iuppiter, und
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