Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

Seite: 88
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welche Gruter mittheilt (p. 222, 17. 18), aus dem Kaibel das eben
erwähnte Stück gezogen hat, haben ein Gewicht von 7 Scr. resp.
3 Scr. 10 Gran, d. i. 8*26 und 3*02 gr. Ich trage kein Bedenken,7)
diese Gewichtseinheit im vöjUtCT|iia zu erkennen, dessen Sigel nach Isidor
(Hultsch scr. metr. 2, 122, vgl. den anon. Mutin. 2, IM) eben N war:
N Latinum signißcat nomisma Graecum, id est soliditm; . . NT . .
sigtüßcat semanciam. Das vöuicrua, lat. solidus, sollte normal 4-548 gr
haben (Hultsch Metrologie 2 150). Eine Bestätigung meiner Ansicht
liegt in der lat. Aufschrift eines anderen Stückes S O L I { I ^ das
Gruter (p. 222, 15; mit 7 Scr. 6 Gran = 8*55 gr bemaß, so dass ein
solidus auf 4*27 gr auskam.





Museums-
nummer

Aufschrift

Erhaltung

jetziges
Gewicht

in
Gramm

römisches
Gewicht
in s(olidi)
und u(ndae)





1

228

NIH (in Silber)

Rückseite:
-f-f (vertieft)

gut

79-79

18 s. = 8 u.





2

217

o +

Hl E

ziemlich gut

66-00

15s. — 21/2 u.







1886

o

H 1

gut

44-21

10 s. — 12/3 u.





4

225

N 1, sollte N B sein

ziemlich oxydiert

8-50

% s. ya ii.





5

218

o +

N E

gut

21-73

5 s. —





6
7

1894
219

+

n r
n r

ziemlich gut
gut

12-63
12-72

^ 3 S.--





8

1685

N

n

4-06







9

1810

H



4-18

, 1 s. = % u.8)





10

?

fehlt

ii

4-28





7) Erst während des Druckes bemerkte ich, dass Papadopulos a. a. 0. eine
Reihe gleichartiger Gewichte aus dem Museum in Smyrna ebendahin gedeutet
hat; es sind 33 Stücke mit einem Durchschnittsgewichte von 404 gr für die Ein-
heit; die schwersten sind n. 19. 20 mit je 480 gr, n. 8 N A 18'2 gr (also Einheit
4'55 gr) und n. 15 N B 9 gr (also Einheit 4'5 gr). Die anderen metrologischen
Schriften des verdienten Gelehrten bedauere ich in Wien nicht kennen lernen
zu können.

8) Alle zu Salona gefunden, 1875 n. 2; 1886 n. 3. 6. 8. 9. Stück 1 ist in
Abb. 2, Stück 3 in Abb. 3 wiedergegeben; Stück 10 in Abb. 4.
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