Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

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20. Die beiden folgenden Inschriften stammen, wie die zwei früher
von uns in einer bulgarisch geschriebenen Abhandlung (Philippopel
1885) publicierten und danach von Jirecek in d. Zeitschrift X S. 206
wiederholten, von der im Itin. Hierosol. als XII m. p. vor Philippopel
gelegen angegebenen Station Tugugerum, deren Ruinen 3 Kilometer
südlich vom Dorfe Kadiköi sich befinden.

In einem alten Friedhof des Dorfes Karatair, westlich von
Philippopel, am Ufer des Kricima. Sehr beschädigt, so dass fast alle
Buchstaben undeutlich sind.

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Möglicher Weise stand in Z. 4 ff. kcxi tou cruuTravTOc; cujtüuv oikou
uTraTeuovTOc; xfi^ OpaKuuv eirapxeiac;.

21. Auf dem türkischen Friedhof sw. vom Dorfe Kadiköi, w.
von Philippopel, nahe der Mündung des Kricima. Marmor, Bruchstück
eines Grabreliefs mit Giebel und deutlichen korinthischen Abschluss-
gliedern, von der rechten oberen Ecke herrührend, über einen Meter
hoch. Im Giebel ein Schild, hinter dem horizontal eine Lanzenspitze
vorsieht. Am rechten Ende stehend ein bis zu den Knieen erhaltener
Mann; über ihm zieht sich im Grunde schlangenartig wohl eine Guir-
lande hin. Von der Inschrift, die auf dem Epistyl stand, erkennt
man rechts unterhalb des Schildes nur:

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22. Philippopel, auf dem türkischen Friedhof östlich von der
Stadt, nahe an der Marica. Syenit, sehr beschädigt; zum Schlüsse
metrisch.

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Archäologisch-epigraphische Mittheil. XV
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