Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

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der letzteren ist bearbeitet; die größere scheint als Anstoßfläche behan-
delt; die Einarbeitung (0*51 Dm.) ist allerdings nicht regelmäßig
kreisförmig und auffällig, in der Mitte ca. 0*11 m, tief. Ein Stück
Basis sammt Plinthe, das bei derselben Gelegenheit gefunden wurde,

Fig. 1.

Alexander Conze hat in der Märzsitzung 1889 der archaeologischen
Gesellschaft in Berlin (vgl. Arch. Anz. 1889 IV 145) Abbildungen
eines Grabreliefs aus Bukarest vorgelegt, das wegen der seltenen
Darstellung eines Hermes mit Kerykeion und Stab besondere Auf-
merksamkeit verdient. Er hatte die Güte, die Veröffentlichung des-
selben dieser Zeitschrift zu überlassen, indem er zugleich Photographie,
Zeichnung, einen Abklatsch der Figur des Hermes und einige Notizen
überließ, die im folgenden dankbar verwertet worden sind.

Das Relief wurde zu Küstendsche in der Dobrudscha beim Baue
der Eisenbahnlinie Cernavoda-Constantia im Jahre 1864 gefunden
und stand dann an einem Hause nahe der Bahnstation eingemauert,
bis es im Jahre 1882 durch Professor Tocilescu in das Bukarester
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