Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 15.1892

Seite: 204
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6. Fragment aus Sandstein.

sil. DO ] m ?

sac vr—v m

In das Vereinsmuseum hat Herr Hollitzer auf mein Ersuchen die
seit vielen Jahren im Palffyschen Garten sehr ungünstig aufbewahrten
Steine AEM 1, 140, 15. 16 (Cpl). 18 (hier steht Z. 5 FRATRI •
POS) und die bisher nicht gelesenen folgenden Inschriften bringen lassen:

7. Stele, oben abgerundet, unten mit viereckigen Zapfen ver-
sehen, (ca. 150 cm h., 0*76 br., 0*16 d.) in der Form der ältesten car-
nuntinischen Grabsteine. Nach mühsamer Reinigung traten die Schrift-

züge deutlich hervor.

PETRONIA»Lr'L»MEL
P H O M E N£> ANNöCXX

n ////mm ,ym

Petronia L(uci) l(iberta) Melphomene ann(orum) XXX h(ic) fs(ita)

'■(st)].

8. Sandsteinara? noch 0*31 hoch, 0*32 br., noch 0*13 d.

xfvTLRE s c e
V» s L»LiM

Sommer 1891.

J. WILH. KUBITSCHEK

Antike Inschriften aus Bulgarien

(Fortsetzung; sieh oben s. 91 ff.)

II.

M o e s i a.*)

68. Ringstein, gefunden im Dorfe Arcar an der Donau an der
Stelle des alten Ratiaria.

auf der einen Seite : auf der andern :

f[ ^ ^ ^ ^ ^ * ] Schlange, deren Kopf

Z Z z ' i i tr -•

/ einen hohen Kamm hat

S • S • S • SS/

*) Es sind in diesem Abschnitt Inschriften zusammengestellt, die nördlich
vom Balkan zum Vorschein gekommen sind. Dass die Fundorte innerhalb der antiken
Provinz Moesia lagen, soll damit nicht gesagt werden; vgl. z. B. n. 70.
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