Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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sichtbare Vorrichtung (bestoßen), dürfte zum Einstecken einer Feder
gedient haben. Unter dem Helme ein kurzes Schwert in Lederscheide
mit Metallbeschlägen und vier seitlichen Ringen zur Befestigung der
Waffe am Schwertgurte, welcher hier unter dem Schwerte, von ihm
gelöst und geöffnet zu sehen ist. Er ist von Leder und reich mit
Metallplättchen besetzt, die getriebene Ornamente, Rosetten, ein Gor-
goneion u. s. w. zeigen. Vier kurze, gleichfalls verzierte Streifen hän-
gen von dem Gürtel vorne nieder. Die rechts anstoßende Seite des
Blocks ist sorgfältig geglättet, die links anstoßende stark beschädigt,
die rückwärtige ganz unbearbeitet.

Fig. 23. Waffen eines Legionärs.

96. Vierseitiger Kalk st ein block mit Waffenreliefs.
Höhe 47 cm. Breite 35 cm. Dicke 43 cm.

Vorderseite: innerhalb einer Umrahmung Schwert eines römischen
Kriegers in Lederscheide, auf dem geöffneten Gurte liegend. Die Waffen-
stücke sind minder reich verziert als an Nr. 95, und dem Gürtel fehlt
das Behänge. Auch die Arbeit ist geringer. Die übrigen Seiten des
Steines sind rauh gelassen.

97. Bekrönungsstück eines Grabdenkmals (?\ Kalk-
stein. Rechts und links, sowie nach unten gebrochen. In der oberen
glatten Fläche, mitten über der Reliefdarstellung ein Einschnitt, viel-
leicht zur Befestigung eines Akroterions. — Höhe 41 cm. Länge 72 cm.
Dicke 29 cm. Vgl. Fig. 24.
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