Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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In Hegykö (Heiligenstein) fanden wir C. I. L. III 4250 im
Fußboden vor dem Altar der Kirche wieder auf: Kalkstein 2*08 h.,
0*88 br., Inschriftfeld 0*90 X 0*64; zuoberst ein Halbkreis mit (nach
oben offenem) Halbmond und (darunter) Pfau, nach r. vor demselben
ein undeutlicher birnförmiger Gegenstand; im Feld darunter eine Jagd,
und zwar werden dargestellt: 1. Baum, dann ?, dann Baum, Hund,
Bär, Hirsch sich umwendend, 2 Hunde, Baum, Hirsch sich nach den
Verfolgern umsehend; Z. 3—5

NEGOTI ATO R .

A N »L X X
H | S » E

Z. 7 AETERNALIS, Z. 9 CI N N A » F I LI F i CE RVNT .

Ödenburg, C omitatsmuseum. Obwohl C. I. L. III 4234
öfter verglichen worden ist, ist eine nicht uninteressante Wahrnehmung
bisher nicht gemacht worden. In Z. 3 ist GP- und Z. 6 LIB, wie
die Störung der symmetrischen Anordnung der Weihinschrift deutlich
zeigt, nachträglich hinzugesetzt worden. Es hat demnach die Wid-
mung ein Philinus als Sclave eines (G.) Pomponius Severus vollzogen
und seine spätere Freilassung durch jene Zusätze kenntlich gemacht.

Szeplak im Pfarrhof. C. I. L. III 4264, h. M9, Inschriftfeld
0*69 X 0*42, ganz übertüncht; oberhalb der Inschrift eine Büste.

T E V R I S C V so
T V T I A E- F
A N N X X

H S E

5 AMM OD A*
M A T E R S I BI
F I L I O V I VA
FECIT- COCCV
ET C V S S I O

Teuriscu(s) Tutiae f(ilius) ann(orum) XX h(ic) s(itus) e(st) • Am-
moda mater sibi et filio viva fecit. Es folgt ein (vielleicht späterer)
Zusatz Coccu et Cassio.

[Komorn. Im XIV. Bande der A.-E. M. sind einige wenige
Inschriften des antiken Brigetio sowohl von Herrn Fröhlich als von

vnenimisIeo senilimolfssec )

[Vielleicht ist vor dem mil(es) leg(ionis) sec(undae), das wohl ans Ende von
Z. 3 gehört hätte, zu erkennen commjune (nämlich 'Grab') nimis e[v]o aenili. E. B.]
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