Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 28
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1893/0038
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
d(is) m(anibus) Aur(elio) Satarnioni, libr(ario) eq(uiti) alae con-
t(ariorum), stip(endiorum) XV, an(norum) XXXV, domo Sisciae, Iuc(un-
dius) Vindex libr(arius) [eq. al. . . (e)Jiusdem . . . Die ersten Zeichen
der Z. 8, die zu VI resp. VL zu ergänzen scheinen, wissen wir nicht
zu deuten. Die Lesung in Z. 8 schien sicher zu sein. — Librarii der
Reiteralen bei Cauer eph. epigr. 4 S. 428.

Ebenda. A.-E. M. I 149, in Z. 2 lasen wir ^PSI.

Vörövar (Eisenburger Comitat). Nach gefälliger Mittheilung
des Herrn Prof. Karpathi aus einem Briefe des Pfarrers Josef Pecsenka
ist am 3. Mai 1890 im nahen Wald auf einem Hügel eine Gräber-
stätte mit zahlreichen Gefäßresten gefunden worden, dabei auch fol-
gende Inschrift, 3/4 Ellen hoch, 11/2 Ellen breit:

Innerbalb einer Einrahmung

T» V E D IVS FVSCI N V S
ETMERCVSENI AMESIA
C? LF.IVLIA,VERAO F
AN XX'

T. Vedius Fuscinus et Mercusenia Mesia (statt Messia?) C(ai)
l(iberta) [et = IL] Iulia Vera C(ai) f(ilia) an(norum) XX.

Steinamanger bei Prof. Karpathi, Tafel aus Kalkstein, noch
0-15 h., 0-13 br., 0-145 d., mit Buchstaben von 0*044 H.

en o

Ebenda. Gesimsstück aus weißem Marmor, r. gebrochen, 1. ab-
gestoßen, noch 0*28 1., 0'075 h., 0*065 d. — Unten und oben ganz,
hinten rauh. Buchstabenhöhe fast 0*02. Vor kurzem am Südende
der Stadt beim Gastwirt Lebuj gefunden.

Profil

imp . d (jN ?| O R ff I fK r| o (~

Steinamanger Museum C. I. L. III 4151 = E. E. IV 481. Dieser
Stein, dessen Entzifferung früher nicht geglückt war (Mommsen hatte
an einen dieser Lesungsversuche die Bemerkung neque enim legit nisi
qui intellegit geknüpft), trägt oben drei stehende Aveibliche Ge-
stalten, darunter die Inschrift, deren Lesung erst durch eine neuer-
liche Vergleichung durch Dr. Kubitschek (Februar 1892) erledigt
worden ist.
loading ...