Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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Eingänge des Hauses Galzigna auf der sogenannten piazzetta aufgestellt.
Der Text der im C. I. L. III 3121 (S. 10118) publicierten Inschrift
lautet nach meiner Copie:

I M P • C M™ A R I
Agf A V REUOSEV<;

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AVG •

a. -330

D1VIMAGNIAM i"U N I N I F
DlVISE^Ri N E P ' PONT
M AXIMO'TRIB' POTES

CO S • III • P P ■

•DD-

Absichtlich getilgt ist nur Z. 3.

Einige Schritte von der jAazzetta, in via di Capodanzo befinden
sich die Bruchstücke monumentaler Inschriften: C. I. L. III 3123 und
CLL. III S. 10117, letzteres als Fensterpfosten des Hauses Gasparo
Bolkovic.

2. An dasselbe Haus ist mit der beschriebenen Seite angelehnt
ein m LI 2 hoher, 0-76 breiter Kalksteinwürfel (C. I. L. III S. 10122),
welcher erst nach großer Mühe folgende sichere Lesung ergab:

I O C T A V I °

F v S E R G
C I RTOvDEC
POCTAVI\
5 PLACbVS'tffBi

mzmm e

L(ucio f) Octavio [L(uci)] f(ilio) Serg(ia) Cirto dec(icrioni), P(u-
blius) Octaviu[sJ Placidus L(uci) f(ilius) ffrajter fv(ivus) f(ecit)].

3. In einer Ecke der piazzetta an der Mauer des Hauses Galzigna
befindet sich eine noch nicht edierte, m 0'94 hohe, 0*58 breite Basis
aus Kalkstein. Von der Inschrift, die sehr verwaschen und schwer
lesbar ist, entzifferte ich:

DEC- II VIR / iW /
/EST- B LIAE-i /
/ / LLII AfiF-///
5 / ^VINTIVS/ / / /
HERES PO /Ii
L < D ' D ' D

Z. 3 ist nach B nur Raum für ein E oder I, und da der nächste
Buchstabe nach den Resten auch ein B war, so könnte man entweder
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