Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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i hoch, 21 dick, und ein zweigliedriges Stück, welches in einem
oberen Streifen ein gewundenes Ornament, unten eins aus Blättern
zeigt (Länge m 0*15, Höhe 0*13, Dicke 0*05).

Eine einzige Inschrift ist beim Westthor gefunden worden: ein
Fragment eines m 0*15 hohen, 0*16 breiten runden Cippus aus Kalkstein:

r e m

G P T I V

Vielleicht zu [par]en[tibus] \ optimfis f(ecit)J zu ergänzen.

[Die meisten bis jetzt bei den Grabungen von Asseria gefundenen
Inschriften sind nach dem Museo di S. Donato gebracht worden.]

Ebenda kam ein Fragment eines unbeschriebenen Cippus mit
Pinie (ca 86 cm h., 50 br., 45 d.) und am kleineren Nordthore eine
inschriftlose viereckige Urne ohne Deckel zum Vorschein.

Unter einer Menge Bruchstücke von Thongefäßen wurden zwei
Stücke von Ziegeln gefunden:

1. der achten Legion:

le {g VI Ii) au ff
(Vgl. G. I. L. III 6485 und S. 10181.)

2. mit dem Stempel der Pansiana (vgl. C. L L. .111 8213 3):

/UPANJ^AJN)

3. ein Fragment von terra sigillata mit der Signatur:

DASIfSI Dasifujs ffj(ecit).

Von sonstigen Gegenständen sind zu erwähnen Glaspasten, ge-
drehte Thonhenkel, ein mit zwei Löchern versehener Mühlstein (Dm.
wi 0*5), etliche Thongewichte, Thonringe, Thonkegel (Fußspitzen von
Amphoren), einige Kupfermünzen (Diocletian) und Kupferringe.

Die Zeit, in der keine Ausgrabungen stattfanden, benützte ich
mit Trost zu gemeinsamen Ausflügen in die Umgegend, wobei wir uns
der freundlichsten Unterstützung des Herrn Landesschulinspeetors
M. Glavinic zu erfreuen hatten.

Benkovac.

Im Hause Katic wurde die im C. I. L. III S. 9941 publicierte
m 0'86 hohe, 0 61 breite Basis aus Kalkstein revidiert, die an einem
Abhänge des Hügels von Asseria gefunden worden war und bald
darauf nach Zara ins Museum gebracht worden ist. Ebenda befinden
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