Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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Die marmorne Stele C. I. L. III S. 9950 (Höhe m 0'56, Breite
0*38) befindet sich noch im Hause Paulo vic rechts vom Hofeingange
in die Mauer eingelassen. Um das Inschriftfeld läuft in einer Um-
rahmung ein Blätterornament. Die Buchstaben sprechen für eine ziem-
lich späte Zeit, etwa das 3. Jahrh. n. Chr. Ein kleines Kreuz links
von der unter der letzten Zeile eingravierten Ascia scheint modern zu sein.

D AA
V AIEAIIi

PIEA/TISSI
5 AA OPV er
A /V • XUI
D • XVII

ascia

Z. 2 mag früher besser erhalten gewesen sein, so dass Glavinic
nach dem Abklatsch VA L e nt I L las.

Vrana.

Die beiden von (ilavinic bull. dalm. 2 p. 113 n. 19. 20 (danach
C. I. L. III S. 9951. 9954) publicierten Inschriften von Vrana hat
Trost auch copiert; zum Schluss der ersten hat er statt TFC wohl
sicher richtig F E C (= fecit) gelesen.

Knin.

Auf dem Wege nach Spalato wurde ein kurzer Aufenthalt in
Ivnin zur Besichtigung der im dortigen Franciskanerkloster aufbewahrten
Antiken benutzt.

1. Links von der Hofstiege ist eine m 0*69 hohe, 0*43 breite
Ära aus Kalkstein aufgestellt (bullettino dalmato 14 p. 27 n. 23).

patera I patera' P patera

ael-AELIANVS
EQiPRAE T» ET
VLPaLICINI n s
5 ASCRaPRAEF
SANOXER

l(ano) P(atri) Ael(ius) Aelianus eq(ues) praet(orianus) et Ulp(ius)
Licinianus a scr(iniis) praef(ecti) sancxer(unt).

Die beiden Personen, welche diese Ära dem Ianus pater setzten,
waren Praetorianer, der erste eques in irgend einer cohors praetoria,
der zweite gehörte als a scr(iniis) oder scriniarius zu den ofßciales
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