Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 82
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Höhe 1-755, Breite 0-675, Dicke 0-16; über dem 0'585 hohen und
0*525 breiten Inschriftfelde eine von je einer Säule getragene, oben
bogenförmig geschlossene Aedicula, in derselben vier Protomen, links die
eines Mannes und vor derselben eine kleiner gebildete eines Knaben;
rechts ein Frauenbildnis und vor demselben das niedriger gehaltene
Portrait eines Mädchens- in den Zwickeln über dem Bogen der Aedi-
cula D M; darüber ein Griebelfeld, in der Mitte desselben ein Kranz,
rechts und links mit den Spitzen gegen die Ecken zu je ein Blatt;
seitlich ziert das Giebelfeld je ein Jupiter-Ammon-Kopf; Höhe der
Buchstaben in Z. 1 0-059, Z.'% 0'05, Z. 3—10 0-045; Z. 2 steht auf
dem erhabenen Rande zwischen Aedicula und Inschriftfeld, in Z. 5 ist
der letzte, in Z. 8 sind die drei letzten Buchstaben auf den Eand ge-
schrieben ; die Interpunction ist nicht überall durchgeführt.

D M
A/REL-SVPERVET

R^VS-EX-^GVIII-A/G

iVEMORIAM SIBE
5 VIVS ET-VERE C O N

IVGIMAXI MI NA

ET VI CTORINOFI^JS

NOSTRIS-FILI AM '

D I F FVN C TA/V • V I
10 X I T N NO S- XX VIII

C. III 8375 weniger genau. In Z. 3 standen die Ligaturen
N und IL .

.D(is) M(anibus) Aurel(ius) Super, veter[ajnus ex fljeg(ione) VIII
Aag(usta), memoriam sibe vi(v)us et Ver(a)e coniugi, Maximinae et Vic-
torino filis nostris, filiam diffunctam, vixit annos XXVIIJ.

Das Cognomen, der Name Aurelius und der Fundort des Steines
verbieten die Inschrift der Zeit zuzuschreiben, in welcher die leg. VII1
Aug. in Dalmatien stationiert war; sie dürfte der zweiten Hälfte des
zweiten oder dem Anfange des dritten Jahrhunderts angehören. Aurelius
Saper wird wohl ein geborener Dalmatiner sein, der nach vollendeter
Dienstzeit in die Heimat zurückkehrte.

Am rechten Ufer der Tresanica westlich von Han Vitek bei

Konjica.

1. C. III 10164 in der Hofhalle des Museums in die Erde ein-
gelassen ; Höhe (soweit messbar) 0*64, Durchmesser 0*29.

D I VO
A V G

Sonst sah ich auf dem Meilensteine keine Buchstaben.
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