Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 85
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1893/0095
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Brekavica bei Bihac.

C. III 10080 a. Vier an einander schließende Bruchstücke einer
Platte aus Mergel; Höhe etwa 1*56, Breite 0'57, Dicke 0*25; rechts
und links von dem etwa 0'96 hohen und 0*49 breiten Inschriftfelde
je eine primitiv ausgeführte cannelierte Säule, über ihm ein Griebel-
feld, dessen Mitte von einem Stern eingenommen wird, die Zwickeln
rechts und links vom Giebelfeld sind ebenfalls durch je einen Stern
verziert; die Zeilen sind vorgerissen; Höhe der Buchstaben Z. 1 0*06,
Z. 2 0-072, von Z. 3 (0*069) bis Z. 8 (0-062) an Größe abnehmend,
Z. 9 0-074.

D • M
L»LE NTIDI
SATVRN I ist
VET«LEG*P^#
P*F«VIVS^SI-

•VL'CRIS«
INAEN-LX
H ♦ S • E •

Die Inschrift ist ungeschickt coneipiert: es wechselt der Casus
und in Z. 6 ist die Bezeichnung einer Stellung gerathen, die vor
vius p. si. stehen sollte. Die Bezeichnung der Legion, in der Satur-
ninus gedient hat, ist mir unverständlich; auch zu p(rima) It(alica)
scheinen die Reste nicht zu passen.

D(is) M(anibus) L. Lentidi Saturnini vet(erani) leg(ionis) pri-
mae) It(alicae) ? p(iae) f(idelis), vi(v)us p(osuit si(bi) . . . .Aug(usti) et
cofnji(ugi) Ul(jriae) Crispinae an(norum) LX. H(ic) s(ita) e(st).

Gata bei Bihac.

1. Zwei Bruchstücke einer kreisrunden Kalksteinplatte, die etwa
2 m im Durchmesser hatte und gegen die Mitte zu sanft, dachartig
ansteigt, unten glatt mit einer ringsumlaufenden Kille, oben rauh;
wohl von der Deckplatte eines Grabmals; den 0'12 hohen Rand
nimmt beinahe ganz die Inschrift ein, links von der Inschrift (a) ein
Delphin.

a) I V L I a\

b) 11 • N I G RI • V X O R>r-
CtS ■ • • • % i Nigri uxori. . .

2. Die rechte Hälfte eines Giebels aus Mergel; Höhe 0*2, Breite
0'55, Dicke 0*4; die Mitte der ersten Zeile und die Spitze des Giebels
loading ...