Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 129
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5 VO L V S I
ANo p F

I NVA/ G
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CoL M D

Glasnik 1892 S. 8.

Imp(eratori) C(aesari) G. Vibio Traebon(iano) Vddum(niano) Vo-
lusiano P(io) F(elici) inv(icto) Aug(usto) ord(o) dec(itrionum) col(oniae)
M. . . . D(omav. . .).

Bemerkenswert ist die Ungleichheit der beiden aus einer Zeit
stammenden Inschriften in der Bildung der A und in der Interpunction.

Beachtung verdient der Name Trebonianus beim Sohne, er ist,
so viel ich sehe, für ihn bisher unbezeugt; Volusianus heißt sonst mit
vollem Namen C. Vibius Aflnius Gallus Veldumnianus Volusianus•
Traebonianus statt des gewöhnlichen Trebonianus erscheint hier nicht
zum erstenmal (vgl. C. IX 3916). Die Zeit der Inschriften wird
genauer dadurch bestimmt, dass Volusianus den Titel Augustus führt,
den er erst nach dem Tode des Hostiiianus, des Sohnes des Decius,
zu Ende des Jahres 251 annahm. Am Ende des Jahres 253 fanden
beide Kaiser den Tod im Kampfe gegen Aemilianus.

7. In der Nordwestecke von B bei k: Kalksteinfragment, rechts
Rand erhalten, Höhe 0*175, Breite 0'24, Dicke etwa 0*155, Höhe des
Inschriftfeldes 0-175, Breite 0-133.

VF

Glasnik 1892 S. 9 Fig. 7.

Nach dem Fundorte zu schließen, höchstwahrscheinlich von einer
Ehreninschrift, in Z. 2 vielleicht v(ir) e(gregius).

8. Bruchstück von der rechten oberen Ecke einer Kaiserinschrift;
Trachyt, gefunden in der unmittelbaren Nähe von n. 7.

Glasnik 1892 S. 9 Fig. 8.
Im[p(eratori) Caes(ari) . . . .

9. In B bei a: Kalksteinblock, im Museum von Sarajevo, hat auf
dem Transporte schwer gelitten, doch war der Stein, wie ein noch in

Archäologisch-epigraphische Mittheil. XVI, 2 9
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