Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 133
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ii ETCAPITOLI NOCOS n. Chr. 274
AVRV E RE C V N D VS VEPRO
ARGENTARIAR, M BALNEV M
5 VETVS TA T E CO N LA P SVM
ADPRiSfN AMFACIE M RE
FORA/VRE C VRAVIT

Glasnik 1892 S. 16 Fig. 21.

Z. 1 ist getilgt, zu Ende derselben scheinen A und N in Aureliano
und A und V in Aug. ligiert gewesen zu sein.

Imp(eratore) Caes(are) L.J Dfojmfitijo fAuJrefliJano [AJufg(usto)J

II et Capitolino co(n)s(ulibus). Äur(elius) Verecundus vfir) e(gregius)
pro(curator) argentariarum balneum vetustate conlapsum ad pinstinam
fadem reformare curavit.

Die Inschrift war ohne Zweifel auf dem Gebäude selbst an-
gebracht»

Unter Elagabal waren die Thermen, wie man der vorhergehenden
Inschrift entnehmen kann, noch in gutem Zustande. Der nachfolgende
im ganzen Reiche herrschende Zerfall hat sich auch hier bemerkbar
gemacht. Welche Fürsorge seitens der Regierung den Badeanlagen
in Bergwerksorten zugewendet wurde, lehren die eingehenden Bestim-
mungen der lex metalli Vipascensis I v. 19—31, vgl. E. E. III S. 176 ff.

3. Splitter aus Trachyt 0-115 hoch, 0-175 breit, 0 05 dick, Höhe
der Buchstaben 0106.

IJmp(eratori) [Caes(ari) . . . .
Glasnik S. 18 Fig. 25.

Das Fragment ist der Anfang einer Dedicationsinschrift, die an
der Basis einer Kaiserstatue angebracht war. In der Nähe derselben
wurden gefunden und sind daher als höchstwahrscheinlich zugehörig
zu betrachten ein Kopf, fünf Stücke der linken Hand, die eine Lanze
hielt (abgebildet Glasnik S. 17 f.), und dreißig sehr kleine nicht näher
bestimmbare Splitter; sämmtliche Stücke sind aus dem Material der
Inschrift. Die Statue erreicht nicht die Lebensgröße.

Ebenfalls in Gradina gefunden, jedoch noch unbekannt wo:
Ära aus Kalkstein, Höhe 0*73, Breite 0'365, Dicke 0*36; das
Capitell ist rechts und links mit je einem in Relief gehaltenen Akro-
terion und in der Mitte mit einer Rosette geschmückt; das 0*355 hohe
und 0*335 breite Inschriftfeld ist zum Theil verwaschen; Höhe der
Buchstaben in Z. 1—4 0*045, Z. 5—6 0*036.
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