Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 135
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Drinastraße zu berichten; das Wort darüber gebürt ihrem Entdecker,
der es versprochenermaßen in kürzester Zeit in dieser Zeitschrift er-
greifen wird.

Lutvin Han.

Auf freiem Felde liegen: 1. ein Kalksteinfragment, oben giebel-
artig ansteigend; rechts abgebrochen; Höhe 0 ■ 7, Breite 0 * 75, Dicke 0 * 32.

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2. Ära aus Trachyt, Höhe 0*54, Breite 0'27, Dicke etwa 0"3;
Höhe des Inschriftfeldes etwa 0*3, Breite etwa 0'22; von Buchstaben
ließ sich nichts mehr erkennen.

3. Gesimsstück aus Kalkstein, 0'64 hoch, 0*39 breit und
0*5 dick.

Auf meine Frage, woher diese Funde stammen, wurde ich zu einem
etwa 250 m. nordwärts von Lutvin Han befindlichen Trümmerhaufen
geführt. Auf der Generalstabskarte Z. 29 C. XXI ist diese Stelle mit
A(lte) G(raeber) bezeichnet. Hier ragen aus der Erde und dem
mächtig wuchernden Gestrüpp Werkstücke in bedeutender Anzahl
hervor. Weiteres Nachforschen ergab, dass diese Trümmer nicht die
einzigen sind in dem Voljevicko polje, wie diese Erweiterung des
Drinathales genannt wird. Schritt für Schritt stießen wir auf Kalk-
steinblöcke und Ziegel, deutlich ließen sich in den Feldern Mauerzüge
von bald kleineren, bald größeren Gebäuden verfolgen. Ich schätze
die Ausdehnung des Trümmerfeldes auf etwa 500 bis 600 m. Länge
und etwa 300 m. Breite.

Han Bjelovac.

An ein Bauernhaus angelehnt eine in zwei Stücke zerbrochene
Kalksteinplatte; gefunden 1km von Bjelovac entfernt in der Richtung
nach Gradina; Höhe 0*42, Breite 0*71, Dicke 0*25; Höhe des stark-
verwitterten Inschriftfeldes 0*25, Breite 0*42.

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