Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

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Im Anschlüsse theile ich die eine von den beiden in Skelani ge-
fundenen Kaiserinschriften nach Glasnik 1891 S. 243 mit; von • der
zweiten erst kürzlich entdeckten ist der versprochene Papierabdruck
noch nicht eingelangt.

Cippus, Inschriftfeld umrahmt:

I M P-(£ S
M-iVR-SE

VEROANK

r4 NoPO AVG
5 DVISE VT k- F

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MAXIMOPP

TRI B P O T-
10 COS. IUI
D P

Imp(eratori) Caes(ari) M. Aur(elio) Severo Antonino Pio Aug(u-
sto) divi Severi f(ilio) Arabico Adiab(enico) Part(h)ico [Brijt(annico)
maximo p(atri) p(atriae) trib(unicia) pot(estate) co(n)s(uli) IUI d(ecreto)
fd(ecurionum) ?]

Caracalla war zum viertenmale Consul im Jahre 213, ein fünftes-
mal bekleidete er dieses Amt nicht; die Inschrift gehört demnach in
die Zeit zwischen 213 und 217. — Wenn meine Emendation in Z. 11
d(ecreto) d(ecicrionum) richtig ist, so haben wir bei Skelani aller
Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls eine städtische Ansiedlung zu
statuieren. Für diese Annahme sprechen auch die anderen in Skelani
gemachten Funde. Dr. Truhelka (Glasnik a. a. O.) sah daselbst die
Reste einer römischen Mauer und etwa 20 einen m3 große behauene
Steine; mitten unter den letzteren wurde die obige Inschrift gefunden.

Zwornik.

Hier werden im Gebäude des Bezirksamtes die Inschriften C. III
8363 und 8364 aufbewahrt.

1. C. III 8363. Die von Domaszewski geäußerte Vermuthung,
dass diese Inschrift aus Srebrenica stamme, wird durch die Aussage
des Herrn Bezirksvorstehers insofern bestätigt, als eine von den
beiden Inschriften aus der Gegend von Gradina herrühren soll. Platte
aus Kalkstein mit seitlich ausgeschweiftem Rahmen.
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