Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 157
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selben, dass das Fundament im Verlaufe der Zeit keinen Bewegungen
unterworfen war und das Denkmal seine ursprüngliche Stellung bei-
behielt. Eine ziemlich bedeutende Anschüttung, welche von herabge-
stürztem Baumaterial herrührt, bildet das jetzige Terrain und bedeckt
den Fuß der Pfeiler in einer Höhe von 1*80 m im Mittel. Die Pfeiler
sind aus ungleich hohen Schichten ausgeführt, welche jedoch aliquote
Theile des römischen Fußes sofort erkennen lassen. Die äußere Be-
grenzung dieser Schichten wurde von ungleich tief eingreifenden

Fig. 1. Süd-Ost-Ansicht des Heidenthores.

Quadern gebildet, zwischen welchen sich der aus Gussmauerwerk
ausgeführte Kern befand; wo die Quadern fehlen, tritt jetzt dieses
Mauerwerk zu Tage. An der Ostseite und den einander gegenüber-
stehenden Flächen der Pfeiler ist ein in Fig. 1, 7 und 11 mit A be-
zeichnetes Kämpfergesimse sichtbar, das den oberen Abschluss der
Pfeiler und die Basis des Bogens bildet; am besten ist es an der
südöstlichen Ecke des nördlichen Pfeilers (Fig. 7) erhalten. Dort be-
merken wir überdies eine Verkröpfung des Gesimses und der zwei
unter demselben noch erhaltenen Quaderschichten in der Tiefe von
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