Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 185
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1893/0200
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
deren Hauptaxe von Ost nach West gerichtet ist. Ihr westlich vor-
gelegter Theil zeigt keinen Eingang, der mittlere einen solchen im
Osten; noch liegt ein Stein daselbst, welcher einer Treppe angehört
haben mag. Im Hauptschiffe stand die Sockelplatte 0 eines Altares
oder einer Basis an ihrer ursprünglichen Stelle. Außerdem fanden
sich an den Seiten wänden je zwei kleine Steine als Vorlagen vor.
Ostlich und südlich des Raumes d befinden sich parallel zu den Axen
die Mauern anderer Baulichkeiten, die wahrscheinlich als Vorhallen
des Heiligthumes dienten, während die Mauer c cL seinen westlichen

Fig. 23.

Abschluss bezeichnet. Bei b fanden sich in beträchtlicher Tiefe räthsel-
haft große Massen Knochen von Hausthieren, zumeist von Pferden.
Die Einfriedungsmauer c cx biegt an ihrem südlichem Ende gegen
Osten um und stößt an andere Räumlichkeiten g} h, i. Außer bei i
zeigen alle Mauern nur geringe Stärke. Zwischen g und h und west-
lich von h fanden sich unter dem Fußboden Reste einer Hypocausten-
anlage an ursprünglicher Stelle. Dass eine solche Heizung, die auf
Wohnräume schließen lässt, bei den Gebäuden d und e fehlt, würde
die letzteren an und für sich als Cultusanlagen erscheinen lassen. Die
loading ...