Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 16.1893

Seite: 186
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Mauerstücke h und i sind in keinen Zusammenhang zu bringen.
Interessante Dachconstructionen lieferte der Graben bei l, woselbst im
südlichen Theile sich die eingefallenen Ziegel regelmäßig nebeneinander
vorfanden, als Reste des antiken Plattenziegeldaches. Die Mauern
waren vielfach verwittert und in sich zusammengesunken, beispielsweise
bei m, wo es nur mit Mühe gelang, ihre Existenz zu ermitteln. Ähn-
liches gilt von der Mauer n, die einpunktierten Stellen im Plane zeigen
solche eingestürzte Partien an. Was von den Mauern o, q noch
vorhanden ist, gehört dem unteren Theile einer größtentheils ver-
schwundenen Anlage an. Die schrägen Mauern bei p und q waren

Fig. 24.

vielleicht Ableitungscanäle. Bei M lag eine Inschrifttafel mit dem Pro-
file m (siehe epigraphischen Anhang). Der Hauptversuchsgraben führte nun
östlich zu den leider ebenfalls unverständlichen Resten r und s, welche
arg zerstört sind und überall hin abbrechen. Ebenso steht es mit den
Quadermauern t, welche ein nach Norden geführter Nebengraben bloß-
legte. Alle andern nach Westen geführten Gräben hatten gar keinen
Erfolg.

Ganz im Nord-Osten stieß man auf die Mauern u und v, deren
langgestreckte Form auf eine Umfassung schließen lässt, die vielleicht
die östliche Grenze des Heiligthumes bildete. Nördlich davon führte
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