Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

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svYj aoTolfs avaYpa^at xyjv axYjXrjV x-
5 oy Ypa[i.[j.a[x£a xr\<; ßciX"/]? xat axrjaat

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Z. 3 ff. lassen mehrfache Ergänzungen zu, welelie indes sämmtlich
auf die angegebene Stellenzahl fähren, z. B. v\ a|r/]X7j h -qi rjv avaYs-
Ypap.[ij£V/j aöxoi[<; vj irpo|sv(a, avaYpa^at x]gy Yp- %t^- Ich unterlasse es die
verschiedenen Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen; der Inhalt des
Psephisma steht ausser Zweifel.

IV.

CJA II 409, nicht axoi^Söv, bis zu 24 Bachstaben in der Zeile
vorauszusetzen.

[Praescripte] %]a» oofpi-posSpof £§o-|£sv xw]i S^{i(o[r...........1

.....Jpdioo Aa[i[7ctpeös slirsv 16]7tsp cov oT ts a[xpax7]YGi Xe-|(5) y°°]3!v w-

6 Svjp/jjs 6 sv :H?pai-| oua]t 7up£oߣiav a^ootstXa? j a£t]oi xoc? sÖ£pY£x[rpiGaiV |
v.a;. yjp£'!a? icap£a^Tf][[j,£Voi<; 107^(0?] av xoptat at 5(ü[p£at a>-1 (10) s'.v -1 aYa{H)i
Toyyjt SefSo^Qm |r/jt ßJooXyj'. xoo? ^posiopcj? oTxt.- [ve?] av Xa^wow TupofeSpsostv 1
el? <tr(v 7cp(ö>]njv IxxXvjaiav [^pyjjiorct-1 aai] icepi todxcov, "f^toar^v os £op.- |
(15) ßaJXXeafrat zf[^ [ßooXTjs eldxov] Sr^ov oxc 8[ox~I x^t ßooX^'.|eit]7.t.vs3at fiijv

...........| . .Ixoü IIapiav[öv 5tat xov a§eX-| <pö?]v aoxoö "Exe[ oder

—~ I.............| (20) xoü] üapiavov x[at.........|. .] Soxoo 'OXov^'.ov

xat......| Nt]xo8p6(ioo.............| ... aa

Sind meine Vermuthungen richtig, so gilt das Psephisma der
Bestätigung von Ehrenbeschlüssen, welche eine Kleruchengemeinde
gefasst und den Athenern unterbreitet hatte. Dass die fragliche
Kleruchengemeinde Hephaistia auf Lemnos sei, legt die Grösse der
Eücke Z. 5, die Herkunft der Männer, die sich um die Kleruchen
verdient gemacht,1) und der Umstand nahe, dass eine ungefähr der-
selben Zeit, etwa dem Ende des dritten Jahrhunderts, angehörige In-
schrift CJA II 592 sich ebenfalls auf Hephaistia bezieht.2; Dem Antrage

') Olynthier in attischen Inschriften s. CJA II 4 (Indices) s. v.; ferner CJG
Sept 265; Loewy Inschr. gr. Bildh. 379 und p. XXIV; Inscr. Brit. Mus. 454; mehr-
fach in den Flinders Petrie Papyri.

2) Vergl. U. Köhler Ath. Mitth. 1, 263. — Dass die Stacke b und c der von
mir Hermes 23, 45t ff. behandelten wichtigen Inschrift in der Weise aneinander
schliessen, dass die Beste b Z. 18 und c Z. 1 sich zu ^AHMOKPATIA vereinigen
(was dem ersten Abdruck der Steine nach nicht zu ahnen war), hat mich die von
dem unvergesslichen H. G. Lolling vorgenommene Zusammensetzung der Stele gelehrt.

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