Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

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Doch war sie schon im CTG veröffentlicht worden n. 6162, aller-
dings mitten unter den in Rom gefundenen Künstlerinschriften, Sie
war Winckelmann entnommen, der VI 2 S. 342 sagt: sie stehe .auf der
Basis von einer Statue des Bacchus in Griechenland (ich weiss aber
nicht an welchem Orte): vermuthlich befindet sich dieselbe auf der
Insel Scio: denn ich habe diese und andere Inschriften von dorther
erhalten*. Durch Kemplen wird diese Angabe richtig gestellt. Winckel-
manns Gewährsmann hatte AIEANIASAIONYEOY | TONAIONYSON
KATE2KEYA2E copiert. Durch die Vereinigung der Mordtmannschen
Lesung mit den beiden anderen u) erhalten wir eine ausreichende Basis
für die Constituierung des Textes und dürfen die von Löwy Künstler-
inschriften n. 444 angeregten Zweifel ,in die Verlässlichkeit der Über-
lieferung' für erledigt ansehen; nur dass das i in Aiaavlas wohl einer
Verletzung des Steines an dieser Stelle verdankt wird. Ich lese daher
A ü "'/via: j Atovuatou | xov Aiovoaov 't xocTeaxsuaas.

Athyra .Bujuk Tezekmetze' (richtiger Böjük Tschedmedsche).
Bojados: 1—2. Juni lapides, qui variis figuris exsculpti cernuntur
(Abbildungen f. 731). Der eine von ihnen stellt im eingerahmten
quadratischen Felde Frau und Mann beim Mahle liegend dar, ein
Mädchen und ein nackter Knabe stehen vor dem Tische; auf der oberen
Randleiste steht @H0ALUPATYNAMHN0ALU (ö[s]oS(opgt -pva MrjVo-
8(Ä[poo]), auf der unteren PIZ0A XAIPE (PiC&a yaTps). Der andere
Stein zeigt im eingerahmten Felde eine Abschiedsscene: Der mit ver-
hülltem Haupte sitzenden Frau reicht der Mann die Hand, vor beiden
stehen ein nackter Knabe und ein Mädchen, das den Opfertisch anfasst;
auf der oberen Randleiste

Vergl. zu beiden wegen der Nähe des Fundortes Dumont-Homolle 62
c 11 (S. 376) AioSoopot M^vciScopoo.

3. f. 74 (Facsimile f. 731) ,in casa Graeci alieuius marmor duos
pedes longum et medium pedem largum' mit folgenden Buchstaben
(offenbar monumentalen Charakters)

//////// NO) / / / /
MHNOAü)POY //////

kizl cPo)[[iavoö]'?

u) f. TO1 im Texte AEP.
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