Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

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Über den Namen Maneha verdanke ich Herrn Professor David
Heinrich Müller folgende Auskunft auf meine Frage, ob hier ein
semitischer Eigenname vorliege: „Der Name ist wahrscheinlich von
der Wurzel manacha ,schenken' abzuleiten, möglicherweise ist jedoch
dieser Name mit dem hebräischen Personennamen Manachat (Gen. 36,
23. I Chron. 1, 40) und dem Ortsnamen Manachat (1 Chron. 2, 54)
zusammenzustellen, welche beide auf eine Wurzel nuch ,ruhen' zurück-
gehen, wenn die Vocalisation der Massora richtig ist. Ich vermuthe
sogar, dass das Nomen proprium masculinum im Hebräischen Manchat
zu voealisieren ist, in welchem Falle wir es mit dem lateinischen
Mancha identifizieren könnten."

Herr Oberstlieutenant Otto Vö.tter, der vor kurzem von einer
Bereisung des östlichen Thrakiens und Mysiens hieher zurückgekehrt

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ist, hat in den Thermen des antiken Helenopolis6) (Hamandere Jalova)
eine [nschriftcopie angefertigt, die ich hier mit seinem Einverständnis
mittheile:

IGNOAAGKATG
TG0HHAOYAJTOY
0IG Y$WM HAMMA
////AMT I N* 1 A

[f] EvddSs y.atexstfa] \ SooXl kv) i9"[(so)ö] Ivr£t(;j.7(a ^(vtj Ma[C(p..] a'
[^]{^e(pflj) y' Iv8(ixti<övo?) ia'

Ebenda schrieb er drei Ziegelstempel ab, die er aus der grossen
Zahl der vorhandenen auswählte :

1.

$ AO
IvM 0 Y



jG'J

Zwei andere Ziegelstempel von denselben Ruinen copierte ich
selbst bei ihm :

1. Schriftfeld 8*5 cm h., noch 12*5 cm br.

-f K Y P I g\

MöIN A i>y

f xöpie [ßo]V]dt <3>rja [J-od(VJ lv8(ty.tiwvo<;) y' (oder yW?)

°) Der Weg zu diesem (in der Reiseliteratur unseres Jahrhunderts wiederholt
renannten) Orte führte von der Dampfschiffstation Yalowa aus auf einer neuen und
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